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Untersuchung: "Concordia"-Kapitän nahm keine Drogen

Untersuchung: "Concordia"-Kapitän nahm keine Drogen

Giglio/Rom. Der Kapitän des gekenterten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" stand bei dem Unfall einer Untersuchung zufolge nicht unter Drogen. Doch am Haar Francesco Schettinos fanden sich äußerlich winzige Spuren von Kokain. Das geht aus dem Untersuchungsbericht der katholischen Universität Rom hervor

Giglio/Rom. Der Kapitän des gekenterten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" stand bei dem Unfall einer Untersuchung zufolge nicht unter Drogen. Doch am Haar Francesco Schettinos fanden sich äußerlich winzige Spuren von Kokain. Das geht aus dem Untersuchungsbericht der katholischen Universität Rom hervor. Die Verbraucherorganisation Codacons meinte, die Untersuchung müsse noch einmal gründlicher wiederholt werden. Codacons vertritt von der Havarie betroffene Passagiere.Die Experten hatten für die Ermittler Haare und Urin von Schettino analysiert. Die Kokain-Spuren am äußeren Haar des Kapitäns seien fast nicht wahrnehmbar und stammten möglicherweise von einer Berührung mit jemandem, der mit der Droge hantiert habe, hieß es. "Das ist nicht selten", erklärte der Biochemiker Pietro Pietrini dem "Corriere della Sera", Kokain finde sich manchmal auch auf Banknoten. dpa