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Sonne senkrecht über dem Äquator : Staatsanwalt für Bewährung im Zahnarzt-Prozess

Im Prozess gegen einen Zahnarzt hat die Hamburger Staatsanwaltschaft gestern ein Jahr und acht Monate Haft auf Bewährung gefordert. Der 54-Jährige habe sich in vier Fällen der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig gemacht, sagte der Anklagevertreter.

Den vier Patienten, denen der Mediziner vor Jahren zum Teil sämtliche Zähne abgeschliffen oder gezogen haben soll, solle er je 9000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Er habe sie nicht oder nur unzureichend über die Eingriffe aufgeklärt. Damit habe er seine besondere Vertrauensstellung als Arzt missbraucht. Die Patienten hätten gravierende Folgen und erhebliche Schmerzen erlitten.

Ein besonders krasser Fall sei die Fehlbehandlung einer 58-Jährigen an Heiligabend 2009. Nach Angaben eines Gutachters soll der Arzt ihr wegen Schmerzen an ihren überkronten Schneidezähnen für 18 000 Euro zehn gesunde Zähne gezogen haben. Es sei ihm darum gegangen, Implantate zu verkaufen.