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Tragisches Ende eines waghalsigen Antarktis-Abenteuers

Tragisches Ende eines waghalsigen Antarktis-Abenteuers

Wellington. Drei Abenteurer auf tollkühner Antarktis-Expedition sind wahrscheinlich im Südpolarmeer ums Leben gekommen. Die neuseeländischen Rettungsdienste haben die Suche nach ihrer Jacht nach einer Woche eingestellt, teilten sie gestern mit

Wellington. Drei Abenteurer auf tollkühner Antarktis-Expedition sind wahrscheinlich im Südpolarmeer ums Leben gekommen. Die neuseeländischen Rettungsdienste haben die Suche nach ihrer Jacht nach einer Woche eingestellt, teilten sie gestern mit. Zwei weitere Mitglieder der norwegischen Truppe, darunter Anführer Jarle Andhøy (33), wurden mit Erfrierungen an der neuseeländischen Scott-Forschungsstation in der Antarktis aufgegriffen.Antarktis-Kenner hatten die nicht genehmigte Expedition von Anfang an scharf kritisiert. Die fünf Männer wollten an die legendäre erste Antarktis-Expedition des norwegischen Entdeckers Roald Amundsen erinnern. Der war vor 100 Jahren aufgebrochen und hatte nach einem Wettlauf gegen den Briten Robert Scott als erster Mensch den Südpol erreicht. Doch derzeit wird von solchen Touren dringend abgeraten. In der Antarktis beginnt der Winter mit teils gewaltigen Schneestürmen und Temperaturen von minus 30 Grad und mehr.

Andhøy musste gestern zugeben, dass seine Expedition weder über die notwendigen Genehmigungen verfügte noch versichert war. "Das Meer gibt, und das Meer nimmt", kommentierte er den wohl sicheren Tod seiner Begleiter. Der zweite Überlebende, ein 18-Jähriger, wurde nach seiner Rettung mit den Worten zitiert: "Jetzt spiele ich erstmal Playstation und sortiere meine Gedanken." Die beiden hatten überlebt, weil sie kurz vor einem schweren Sturm, der die Jacht vermutlich zum Kentern brachte, an Land gegangen waren. dpa