Tief Axel: Heftige Regenfälle sorgen in Deutschland für Hochwasser

Schwere Gewitter : Tief Axel bringt Hochwasser und Schlammlawinen

Heftige Regenfälle und schwere Gewitter haben in Teilen Deutschlands Straßen und Keller überflutet. Tief „Axel“ hat in der Nacht zu Dienstag örtlich bis zu 70 Liter Wasser pro Quadratmeter gebracht.

In einem Kreißsaal im niedersächsischen Helmstedt stürzte nach heftigen Regenfällen die Decke ein. Der Saal und die Intensivstation des Krankenhauses wurden geräumt. Nach Angaben der Feuerwehr waren sechs Menschen betroffen – drei Frauen aus der Entbindungsstation und drei Intensivpatienten. Sie wurden am Montagabend aus dem Klinikum in andere Krankenhäuser verlegt. Ursache für den Deckeneinsturz war nach ersten Erkenntnissen, dass sich auf dem Dach des Klinikums wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte.

Im Allgäu löste Wangen – eine Stadt im südöstlichsten Zipfel von Baden-Württemberg – Hochwasseralarm aus. Mehr als 100 Liter seien dort innerhalb von 24 Stunden pro Quadratmeter gefallen, sagte ein Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Dienstag. Besonders betroffen von Tief „Axel“ und dem Unwetter waren auch der Nordschwarzwald sowie Nordhessen, etwa der Osten von Kassel.

Mancherorts stand das Wasser knietief auf den Straßen. In Plaue fuhr die Süd-Thüringen-Bahn auf überfluteten Schienen. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor allem in Alpennähe weiter vor extremen Niederschlägen – dort kommt auch die Schneeschmelze hinzu.

Vor allem im Süden und der Mitte Deutschlands soll sich das Wetter in den kommenden Tagen aber etwas beruhigen. „Das Ärgste ist vorbei“, sagte ein Meteorologe des DWD. Zwar müsse noch weiter mit Niederschlägen gerechnet werden, doch Tief „Axel“ ziehe von Mittwoch an über Polen nach Osten ab.

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