Terrorangst, Feuer, friedliche Partys

Terrorangst, Feuer, friedliche Partys

Menschen auf der ganzen Welt sind ins neue Jahr gestartet – meist friedlich und ausgelassen. Überschattet wurden die Silvesterfeiern unter anderem von einem spektakulären Hochhausbrand in Dubai.

Gedämpfte Stimmung herrschte auf der Prachtstraße Champs Elysées beim Jahreswechsel (Foto oben). In Paris fiel das Feuerwerk aus, anders am Brandenburger Tor in Berlin (Foto unten). Die Sicherheitsvorkehrungen waren aber auch dort verschärft worden.

Mit friedlichen Partys, buntem Feuerwerk und viel Musik haben Menschen in aller Welt das Jahr 2016 begrüßt. Deutschland: Trotz der Terrorwarnung in München wurde gefeiert - fast überall knallten Feuerwerke , und die Menschen lagen sich in den Armen. Auf Deutschlands größter Silvesterparty in Berlin feierten Hunderttausende friedlich ins neue Jahr. Um Mitternacht erleuchtete ein achtminütiges Feuerwerk den Himmel über dem Brandenburger Tor. Für die zwei Kilometer lange Festmeile galten nach den Anschlägen von Paris verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Bevor Beethovens "Ode an die Freude" das neue Jahr einläutete, waren Bands wie Mr. President und The BossHoss aufgetreten. Kurz vor Mitternacht bejubelten die Besucher die wiedervereinigte 90er-Jahre-Boyband Caught in the Act. Dubai: In einem Luxushotel im Zentrum Dubais brach kurz vor Beginn der Feierlichkeiten ein großes Feuer aus. Das mehr als 60 Stockwerke hohe Hotel "The Address" im Zentrum der Golfmetropole der Vereinigten Arabischen Emirate brannte am Abend lichterloh. Mindestens 16 Menschen wurden nach Regierungsangaben verletzt. Das Hotel steht nahe dem höchsten Bauwerk der Welt, dem Burj Khalifa. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Trotz des Feuers startete das riesige Silvesterfeuerwerk rund um den Burj Khalifa wie geplant. Ganz traditionell feierten Millionen Japaner. Pünktlich um Mitternacht, also um 16 Uhr deutscher Zeit, ertönten die Tempelglocken 108 Mal, damit wurde 2016 eingeläutet. Dann stiegen über dem Tokyo Tower Tausende Luftballons auf. Ohne großes Feuerwerk begrüßte China das neue Jahr. Der 1. Januar ist zwar auch in der Volksrepublik ein Feiertag, nach dem traditionellen Mondkalender der Chinesen beginnt das neue Jahr aber stets erst Ende Januar oder im Februar. Eine der größten Feiern Chinas fiel aus: Die Behörden hatten eine Party an Shanghais berühmter Uferpromenade Bund abgesagt, nachdem es dort im vergangenen Jahr eine Massenpanik mit 36 Toten gegeben hatte. Paris: In Paris wurde nach den Anschlägen vom 13. November ohne Feuerwerk gefeiert. Auf der Champs-Élysées versammelten sich in gedämpfter Stimmung Touristen und Einheimische. Allerdings waren es laut Polizei deutlich weniger als die 650 000 des vergangenen Jahres. 11 000 Polizisten und Feuerwehrleute waren im Einsatz, 2000 mehr als zum vergangenen Jahreswechsel. Brüssel: Auch die Hauptstadt von Belgien läutete das neue Jahr wegen Terrorgefahr unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen ein. Das traditionelle Silvesterfeuerwerk wurde wegen Terrordrohungen abgesagt. Brasilien: Etwa zwei Millionen Menschen haben bei einer der größten Silvesterpartys der Welt in Rio de Janeiro den Start in das Olympiajahr 2016 gefeiert. Bei 28 Grad heizten Musikbands, DJs und Sambaschulen auf mehreren Bühnen am Copacabana-Strand den Feiernden ein. New York: Mit dem traditionellen "Balldrop" feierte New York am Times Square in das neue Jahr. Eine Minute vor Mitternacht setzte sich ein großer Kristallball an einer gut 20 Meter hohen Stange am berühmtesten Teil des Broadways in Bewegung und erstrahlte pünktlich zum neuen Jahr. Feuerwerk gab es ebenso wenig wie Alkohol. Australien: Am anderen Ende der Welt hatte das Jahr 2016 schon viele Stunden früher begonnen. Mit einem spektakulären Feuerwerk feierten die Menschen in Sydney friedlich und ausgelassen ins neue Jahr - um 14 Uhr deutscher Zeit. Schätzungen zufolge versammelten sich rund 1,6 Millionen zur Silvesterparty.

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