Teilerfolg im Kampf gegen die Katastrophe am Golf von Mexico

Teilerfolg im Kampf gegen die Katastrophe am Golf von Mexico

New Orleans. Mehr als drei Wochen nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" hat der Ölkonzern BP einen ersten Teilerfolg im Kampf gegen die Ölpest gemeldet. Den Ingenieuren gelang es am Sonntag nach mehreren Fehlschlägen, ein Absaugrohr in die lecke Ölquelle am Meeresboden einzuführen und austretendes Öl zumindest teilweise abzusaugen

New Orleans. Mehr als drei Wochen nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" hat der Ölkonzern BP einen ersten Teilerfolg im Kampf gegen die Ölpest gemeldet. Den Ingenieuren gelang es am Sonntag nach mehreren Fehlschlägen, ein Absaugrohr in die lecke Ölquelle am Meeresboden einzuführen und austretendes Öl zumindest teilweise abzusaugen. Etwa vier Fünftel des Öls flossen allerdings weiterhin ins Meer. "Wir werden damit nicht das ganze Öl bekommen", sagte BP-Geschäftsführer Doug Suttles gestern. Das Saugrohr pumpe rund 1000 Barrel am Tag auf ein Schiff. Schätzungen zufolge strömen täglich aber 5000 Barrel aus dem Bohrloch. Bei der Absaugtechnik gehe es zunächst vor allem "um Eindämmung", sagte Suttles. Das Absaugrohr hat einen Durchmesser von zehn Zentimetern und ist anderthalb Kilometer lang. Wie durch einen Strohhalm wird das Öl auf ein Schiff an der Meeresoberfläche gesaugt, wo das entstehende Gas an Bord kontrolliert abgefackelt wird. Zugleich versuchen Experten, das größere der zwei Lecks mit Gummi- und Faser-Material zu stopfen und mit Beton abzudichten. dpa