Susan Boyle wurde gemobbt und geschlagen

Susan Boyle wurde gemobbt und geschlagen

London. Die schottische Kirchenhelferin Susan Boyle, die im Frühjahr durch einen furiosen Fernsehauftritt in der Talentshow "Britain's Got Talent" weltweit bekannt wurde, hat Details aus ihrer schweren Kindheit enthüllt

London. Die schottische Kirchenhelferin Susan Boyle, die im Frühjahr durch einen furiosen Fernsehauftritt in der Talentshow "Britain's Got Talent" weltweit bekannt wurde, hat Details aus ihrer schweren Kindheit enthüllt. Sie sei nahezu täglich mit einem Gürtel geschlagen und gehänselt worden, weil sie Lernschwierigkeiten hatte, sagte Boyle der Boulevardzeitung "The Mirror". "Ich begreife die Dinge eben langsamer als andere Leute", sagte Boyle. "In einem System, das nach vorne drängt, wird man leicht zurückgelassen." Disziplin als SelbstzweckIn der kommenden Woche soll ein Album mit Boyles Gesang erscheinen. Früher habe in der Schule "Disziplin als Selbstzweck" geherrscht, sagte Boyle. Heutzutage sei das sicherlich anders. Lehrer lernten, Kinder mit Auffassungsschwierigkeiten besser zu verstehen. Es gebe nichts Schlimmeres als Menschen, die ihre Macht auszunutzen, um andere zu erniedrigen. Seit April hatte die arbeitslose Kirchenhelferin aus dem schottischen Ort Blackburn für Aufsehen gesorgt. Innerhalb kurzer Zeit wurde das schüchterne Mauerblümchen mit den starken Augenbrauen und der unmodischen Kleidung zum Mega-Star im Internet. Die Aufnahme von ihrem "I dreamed a dream" gehört zu den am meisten gesehenen Videos auf der Plattform YouTube. Im Juni jedoch sagte Boyle einen Auftritt in Manchester ab. Sie hatte einen Zusammenbruch erlitten, nachdem sie bei der Talentshow nur auf dem zweiten Platz gekommen war. afp