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Studie kritisiert Mängel beim Schulsport

Studie kritisiert Mängel beim Schulsport

Essen. Der Sport in Deutschlands Schulen und Kindergärten hinkt im europäischen Vergleich erheblich hinterher. "Im Kindergarten fehlt es an der richtigen Qualifikation und ausreichend Personal, in der Schule wird zu wenig Sportunterricht erteilt", sagte Prof

Essen. Der Sport in Deutschlands Schulen und Kindergärten hinkt im europäischen Vergleich erheblich hinterher. "Im Kindergarten fehlt es an der richtigen Qualifikation und ausreichend Personal, in der Schule wird zu wenig Sportunterricht erteilt", sagte Prof. Werner Schmidt gestern bei der Übergabe des "Zweiten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts" an Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU, Foto: dpa). "Wir haben große Defizite", räumte Schäuble ein.

Dabei ist mehr als die Hälfte der Kinder im Sportverein engagiert, bei den Siebenjährigen sind es bis zu 75 Prozent. Aber das reiche nicht aus, heißt es in der von der Essener Krupp-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie. Was Kindergärten und Schule versäumen, federten auch die Vereine nicht ab. Unter anderem kritisiert die Studie auch die Praxis des Grundschulsports. Die Experten fordern die Einführung der "Bewegten Grundschule". Die Schüler sollen sich nicht nur in den Sportstunden bewegen, die zu 80 Prozent von fachfremden Lehrern erteilt würden. Auch im allgemeinen Unterricht sollten sie nicht dauernd zum Stillsitzen gezwungen sein. dpa