Spanair-Fluggast durfte nicht aussteigen

Madrid. Kurz vor dem Absturz wollte ein Passagier die Spanair-Maschine in Madrid verlassen, wurde jedoch von der Besatzung daran gehindert. Der 45-jährige Rubén Santana schickte aus der Maschine seiner Frau eine SMS: "Man lässt mich hier nicht mehr raus. Es ist alles zu

Madrid. Kurz vor dem Absturz wollte ein Passagier die Spanair-Maschine in Madrid verlassen, wurde jedoch von der Besatzung daran gehindert. Der 45-jährige Rubén Santana schickte aus der Maschine seiner Frau eine SMS: "Man lässt mich hier nicht mehr raus. Es ist alles zu." Wie die Zeitung "El País" am Freitag berichtete, war dies die letzte Nachricht, die die Familie von Santana erhielt. Der Lkw-Fahrer war einer der 153 Menschen, die bei dem Unglück am Mittwoch auf dem Madrider Flughafen starben. Er hatte offenbar Angst bekommen, nachdem er von technischen Problemen an dem Flugzeug erfahren hatte. Der Pilot der Maschine hatte einen ersten Startversuch abgebrochen und war zum Terminal zurückgekehrt. Die Besatzung soll auch mehreren anderen Fluggästen den Wunsch zum Aussteigen verwehrt haben, berichtete die Zeitung "ABC". Nach Angaben des Auswärtigen Amtes korrigierten die spanischen Behörden die Zahl der deutschen Opfer von vier auf fünf. Bei der Suche nach den Ursachen tauchten derweil neue Fragen auf. Entgegen bisherigen Annahmen war beim Start der Unglücksmaschine wohl kein Triebwerk in Brand geraten. Dies geht aus dem Videofilm hervor, den eine Kamera der staatlichen Flughafengesellschaft AENA aufgenommen hatte. Die Maschine sei erst in Flammen aufgegangen, als sie auf die Erde aufschlug und zerschellte. dpa