Sind verseuchte Eier in China nur die Spitze des Eisbergs?

Peking. Nach dem Fund von Melamin in Eiern aus China befürchtet die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) eine Verseuchung weiterer Lebensmittel. Die Entdeckung der chemischen Substanz in Eiern in Hongkong wecke die Befürchtung, dass sie auch in anderen Lebensmitteln wie Fleisch und Fisch enthalten sei, sagte der FAO-Vertreter Zhang Zhongjun gestern

Peking. Nach dem Fund von Melamin in Eiern aus China befürchtet die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) eine Verseuchung weiterer Lebensmittel. Die Entdeckung der chemischen Substanz in Eiern in Hongkong wecke die Befürchtung, dass sie auch in anderen Lebensmitteln wie Fleisch und Fisch enthalten sei, sagte der FAO-Vertreter Zhang Zhongjun gestern. Er forderte von der chinesischen Regierung genaue Erklärungen. Die Supermarktkette Wal Mart nahm in allen chinesischen Filialen die Eier aus den Regalen. Zwar habe das chinesische Agrarministerium Ermittlungen eingeleitet, um festzustellen, ob das Melamin dem Tierfutter beigemischt wurde, sagte der FAO-Vertreter. "Aber wir kennen die Einzelheiten dieser Untersuchung nicht, wir möchten, dass sie uns unverzüglich ihre Ergebnisse mitteilen." Sollte das Futter mit Melamin verseucht sein, sei es möglich, dass auch Schweine, Hühner, Fische oder Rinder vergiftet seien. afp