Schrecken zu Neujahr in Japan

Schrecken zu Neujahr in Japan

Tokio. Das Jahr 2012 hat für Millionen Menschen in Japan mit einem Schrecken begonnen. Am Nachmittag des Neujahrstages (6.27 Uhr unserer Zeit) erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,0 den Osten und Nord-Osten des Landes. Das Zentrum des Bebens lag 600 Kilometer südlich von Tokio im Pazifik; in der Hauptstadt schwankten nach Angaben des meteorologischen Dienstes etliche Gebäude

Tokio. Das Jahr 2012 hat für Millionen Menschen in Japan mit einem Schrecken begonnen. Am Nachmittag des Neujahrstages (6.27 Uhr unserer Zeit) erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,0 den Osten und Nord-Osten des Landes. Das Zentrum des Bebens lag 600 Kilometer südlich von Tokio im Pazifik; in der Hauptstadt schwankten nach Angaben des meteorologischen Dienstes etliche Gebäude.Allerdings blieb es beim kurzen Schrecken: Berichte über Verletzte oder Schäden lagen nicht vor, eine Tsunami-Warnung wurde nicht gegeben. Das Beben ereignete sich in 370 Kilometern Tiefe nahe der unbewohnten Vulkan-Insel Tori Shima im Pazifik. Aufgrund der großen Entfernung von der Hauptstadt schwächten sich die Erschütterungen in Tokio deutlich ab. Das öffentliche Leben ging weitgehend uneingeschränkt weiter. Der Bahn- und Flugverkehr lief weiter. Auch das Finale des Kaiserpokals, eines wichtigen Fußballturniers in Japan, wurde im Nationalstadion der Hauptstadt nicht unterbrochen. In Disneyland Tokio stoppten einige Fahrgeschäfte automatisch, wurden aber kurz darauf wieder eingeschaltet, wie ein Sprecher sagte. "Einige Leute, die spazieren gingen, schienen das Erdbeben gar nicht bemerkt zu haben", fügte er hinzu.

Im Norden und in der Mitte des Landes wurden aber die Schnellzüge für Sicherheitsüberprüfungen aus dem Fahrplan genommen. Die Kraftwerke der Region meldeten keine außergewöhnlichen Vorkommnisse, wie der Fernsehsender NHK berichtete. Das galt auch für das Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi, das bei einem Erdbeben und Tsunami im März schwer beschädigt worden war. Am 11. März 2011 hatte ein schweres Beben der Stärke 9,0 in Japan einen Tsunami ausgelöst, mehr als 15 000 Menschen kamen ums Leben. dpa/dapf/afp

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