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Rangliste der Pressefreiheit: Deutschland weiter abgestiegen

Deutschland ist in der Rangliste der Pressefreiheit das dritte Jahr in Folge abgestiegen. Hintergrund sind die Attacken gegen Medienschaffende, von denen es so viele gab wie noch nie zuvor. Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) sieht die Bundesrepublik auf Platz 21, hinter Ländern wie Slowakei und Samoa.

Zum Tag der Pressefreiheit hieß es von Reporter ohne Grenzen: „Der Abstieg um fünf Plätze ist vor allem mit dem Vorbeiziehen anderer Länder zu erklären, die sich stark verbessert haben.“ In Deutschland hingegen wachse die Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten weiter an: „Mit 103 physischen Angriffen dokumentiert RSF den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2015.“

Im Kalenderjahr 2021 hatte es laut RSF 80 solcher Angriffe gegeben, 2020 seien es 65 Vorfälle gewesen. Die Mehrheit der Attacken habe in verschwörungsideologischen, antisemitischen und extrem rechten Kontexten stattgefunden.

Die Unterdrückung unliebsamer Berichterstattung steigt laut RSF weltweit. Die letzten Plätze der Liste belegen durchweg Regime in Asien, etwa Vietnam und China. Ebenso wenig überraschend verschlechterte sich Russlands Position in der Rangliste um neun Plätze auf 164. Norwegen belegt zum siebten Mal in Folge den ersten Platz der Liste

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