Paris zwischen Notre-Dame-Drama und Gelbwesten

Nach dem Brand : Paris zwischen Notre-Dame-Drama und Gelbwesten

Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ist die Ursache weiter unklar. Einen Kurzschluss, über den Medien mit Bezug auf Polizeikreise berichtet hatten, bestätigte die Staatsanwaltschaft am Freitag zunächst nicht. Ermittler gehen davon aus, dass die Katastrophe auf einem Unfall beruht.

Die Anhörungen von Zeugen wurden fortgesetzt, hieß es.

Um die Kirche während der kommenden Sanierung vor Regen zu schützen, soll nun ein „großer Regenschirm“ angebracht werden. Geplant sei eine gewaltige Plane, sagte die Präsidentin der Architektenvereinigung für historische Gebäude, Charlotte Hubert, dem Sender BFM TV. Bereits das Löschwasser hatte in der Kathedrale bei dem Inferno von Montagabend großen Schaden angerichtet. Am Freitag wurden die ersten Ölgemälde aus der Kirche gebracht, die zur Inspektion in den Louvre gebracht werden sollen.

Unterdessen bereiten sich Frankreich und vor allem die Hauptstadt auf neue Gelbwesten-Proteste vor. Die Anhänger der Bewegung, die zuletzt das große Spendenaufkommen für den Wiederaufbau der Kirche kritisierten, rüsten zu einem neuen Protest-Samstag. Rund um Notre-Dame und auf den Champs-Élysées sind Demonstrationen indes verboten. „Wir fordern alle unsere Bürger auf, auf unfriedliche und gelbe Weise nach Paris zu reisen“, heißt es in einem Aufruf der Bewegung auf Facebook.