Neue Studien befeuern Streit um Handy-Strahlung

Neue Studien befeuern Streit um Handy-Strahlung

Können Handys Krebs auslösen? Seit Jahren suchen Wissenschaftler nach Klarheit. Eine neue Studie aus den USA liefert nun Anzeichen für ein leicht erhöhtes Krebsrisiko im Tierversuch. Eine große epidemiologische Langzeitstudie aus Australien hingegen findet fast zeitgleich keinen Nachweis für erhöhte Krebszahlen in der Bevölkerung.

Für die US-Studie wurden mehr als 2500 Ratten und Mäuse mit Mikrowellen der beiden gängigen Übertragungstechnologien, GSM und CDMA, bestrahlt. Das Ergebnis: Bei männlichen bestrahlten Ratten entstanden einige bösartige Tumore im Hirn und bestimmte Geschwülste am Herzen. Weibchen zeigten keine Veränderung.

Fast zeitgleich mit der großen Tierstudie legten australische Forscher Ergebnisse einer rund 30 Jahre laufenden Langzeitstudie vor. "Wir fanden keinen Anstieg bei der Gehirntumor-Häufigkeit, die dem steilen Anstieg der Mobilfunk-Nutzung entsprochen hätte", berichten Simon Chapman und Kollegen im Journal "Cancer Epidemiology".

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