Nach Mordfall von 1992 sitzt „Lasermann“ in Frankfurt in Haft

Nach Mordfall von 1992 sitzt „Lasermann“ in Frankfurt in Haft

Rund 25 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Garderobenfrau sitzt der mutmaßliche Täter aus Schweden in Frankfurt in Untersuchungshaft. Die Frau soll er 1992 in Frankfurt auf der Straße mit einem Kopfschuss getötet haben. Zuvor waren die beiden den Ermittlungen zufolge in einem Restaurant in Streit geraten. Der Mann war bereits kurz nach der Tat verdächtigt worden. Die Ermittlungen waren aber zunächst im Sande verlaufen.

Der Beschuldigte sei kurz vor Weihnachten aus Schweden nach Frankfurt ausgeliefert worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Behörde ermittelt wegen Mordes. Der 63-Jährige bestreitet die Tat. Falls der Mann in Deutschland verurteilt wird, soll er seine Strafe aber in Schweden absitzen. Der Rechtsextremist saß wegen Angriffen auf Migranten bereits seit den 90er Jahren in Schweden im Gefängnis, bis zu seiner Auslieferung. Er hatte auf elf Menschen geschossen, einer wurde dadurch getötet. Weil er ein Gewehr mit Laser benutzte, bekam er den Spitznamen "Lasermann".

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