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Mythos Zsa Zsa Gabor: Eine rätselhafte Diva

Mythos Zsa Zsa Gabor: Eine rätselhafte Diva

Los Angeles. Zsa Zsa Gabor geht es sehr schlecht. Oder etwa nicht? Schließlich hatte sie sich kürzlich doch im Krankenhaus sogar die Sterbesakramente geben lassen. Oder etwa nicht? Was ist Gerücht, was ist Wahrheit? Am Dienstagmorgen hatte sich der Zustand der angeblich 93-Jährigen plötzlich wieder verschlechtert

 Zsa Zsa Gabor auf einem undatierten Archivfoto. Foto: dpa
Zsa Zsa Gabor auf einem undatierten Archivfoto. Foto: dpa

Los Angeles. Zsa Zsa Gabor geht es sehr schlecht. Oder etwa nicht? Schließlich hatte sie sich kürzlich doch im Krankenhaus sogar die Sterbesakramente geben lassen. Oder etwa nicht? Was ist Gerücht, was ist Wahrheit? Am Dienstagmorgen hatte sich der Zustand der angeblich 93-Jährigen plötzlich wieder verschlechtert. "Sie hatte wahnsinnige Schmerzen und hat laut geschrien, dann war sie total still und weg", sagte ihr Ehemann Frederic Prinz von Anhalt. Eine Ambulanz brachte Gabor ins Krankenhaus, wo ihr Zustand später als "stabil" eingestuft wurde. "Es geht rauf und runter", beschrieb ihr Ehemann Gabors Verfassung.In den USA berichten die etablierten Medien kaum über den wechselhaften Leidensweg der Diva. Denn auf den roten Teppichen Hollywoods hat man die Gabor schon lange nicht mehr gesehen. Irgendwie scheint die gebürtige Ungarin, deren Geburtsdatum bis heute so rätselhaft ist wie ihr derzeitiger Gesundheitszustand, zu den vergessenen Stars von gestern zu gehören. Zu den wirklich Großen Hollywoods gehörte sie ohnehin nie. Wer erinnert sich schließlich noch an ihren Auftritt im Film "Moulin Rouge" (1952), im Streifen "Lili" (1953) oder in der TV-Show "Make Room for Daddy" (1960)? Den Mythos von Zsa Zsa Gabor macht etwas anderes aus. Mit Blick auf ihr bewegtes Leben könnte man durchaus sagen: Sie war in jüngeren Jahren das, was Glamour-Girl Paris Hilton heute ist.Sie war eine der ersten Gesellschaftsdamen Amerikas - berühmt vor allem dafür, eine Gesellschaftdame zu sein. Und sie kann als eine der ersten Feministinnen Amerikas gelten. Denn in ihren neun Ehen mit vorwiegend reichen Männern hat sie diesen gezeigt, was Frauenrechte sind. "Ich bin eine wunderbare Haushälterin", sagte sie einst, "denn jedes Mal, wenn ich einen Mann verlasse, behalte ich sein Haus."An Schlagzeilen hat es ihr nie gefehlt. Legendär die Ohrfeige für den Verkehrspolizisten, die sie 1989 für 72 Stunden ins Gefängnis brachte und sie zu dem Urteil animierte, man habe sie "wie in Nazi-Deutschland" behandelt. Oder das ereignisreiche Jahr 1968. Da ohrfeigte sie erst einen Hotelpagen in London. Kurz vor dem Start holte man Zsa Zsa dann aus einem Flugzeug mit Ziel Mallorca, weil die Hotelrechnung nicht bezahlt war. Und dann gab es die Pressekonferenz, in der sie behauptete, jemand trachte ihr nach dem Leben. Soviele Skandale in einem einzigen Jahr - das schaffen selbst Paris Hilton und Lindsay Lohan heute kaum.