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Mirco Nontschew tot: Obduktion angeordnet – Amazon dementiert Gerüchte

Rührende Traueranzeige : Nach Tod von Mirco Nontschew: Obduktion angeordnet – Amazon dementiert Gerüchte um Serie

Der Tod des beliebten Comedians Mirco Nontschew in der vergangenen Woche hat die Fernsehwelt geschockt. Der 52-Jährige war zuletzt in einer Serie von Michael „Bully“ Herbig zu sehen. Die Todesursache ist aktuell noch unklar. Jetzt ermittelt die Polizei.

Der 52-jährige Berliner Comedian Mirco Nontschew ist vergangene Woche verstorben. „Wir bestätigen den Tod unseres Freundes und Familienmitglieds. Die Familie bittet um Rücksichtnahme in dieser schweren Zeit“, zitierte als erstes die Bild den Manager von Nontschew.

Weiter hieß es am Freitag, dass sich die Familie Sorgen machte, da sie seit Tagen nichts mehr von dem Star-Comedian hörte. Er wohnte alleine in Berlin. Daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert und rückte aus. Daraufhin wurde der 52-Jährige leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Die Todesursache sei aktuell noch unklar, bestätigte eine Polizeisprecherin der Bild. Daher solle jetzt eine Obduktion die Umstände des Todes klären. Weder für einen Suizid noch für Fremdverschulden liegen laut der Sprecherin aktuell Anzeichen vor. Nach Informationen der Zeitung soll Nontschew vor kurzer Zeit noch in einer Klinik gewesen sein. Über die Gründe dafür ist jedoch nichts bekannt. 

Mirco Nontschew war bei „LOL – Last One Laughing“ dabei

Zuletzt brachte Nontschew viele beim Streamingdienst Amazon Prime Video in dem von Michael „Bully“ Herbig präsentierten Format „LOL – Last One Laughing“ zum Lachen. Erst vor kurzem hatte Nontschew, der zweifacher Vater war, dort an der Seite von Kolleginnen und Kollegen wie Anke Engelke, Carolin Kebekus, Hazel Brugger, Christoph Maria Herbst, Abdelkarim und Olaf Schubert die neue Staffel abgedreht, die Anfang 2022 ausgestrahlt werden soll.

Amazon dementiert Gerücht um „LOL“-Format

 Der Cast des Comedy-Formats „LOL – Last One Laughing“. Nontschew (vorne mittig auf dem Sofa) hat in der aktuellen Staffel mitgewirkt.
Der Cast des Comedy-Formats „LOL – Last One Laughing“. Nontschew (vorne mittig auf dem Sofa) hat in der aktuellen Staffel mitgewirkt. Foto: dpa/Frank Zauritz

An der geplanten Ausstrahlung im Frühjahr 2022 wolle man festhalten, zitiert die Rheinische Post eine Amazon-Sprecherin. Eine frühere Ausstrahlung schon in den kommenden Tagen sei schon aus Produktionsgründen nicht machbar. Die Sprecherin dementierte Gerüchte, dass man Nontschew aus der Sendung herausschneiden wolle.

 Es ist die dritte Staffel des Formats und Nontschews zweite. Bei der Comedy-Show geht es darum, dass die Kandidaten gemeinsam über mehrere Stunden zusammen sind. Sie müssen sich zum Lachen bringen, dürfen selbst aber nicht lachen. Wer zwei Mal erwischt wird, fliegt raus. Übrig bleibt, wer sich das Lachen verkniffen hat.

Laut Bild soll Nontschew dabei zuletzt viel Freude verspürt haben, auch weil er als Angstgegner bei seinen „LOL“-Kontrahenten galt.

Constantin Entertainment und Amazon Studios nahmen in der „Süddeutschen Zeitung“ nun Abschied von Nontschew. „Wir haben einen großartigen Kollegen und wundervollen Menschen verloren. Einen begnadeten Komiker, der uns alle mit seinen vielen Talenten zum Lachen brachte und begeisterte“, heißt es unter anderem in der Traueranzeige.

In den Nullerjahren spielte Nontschew den Zwerg Tschakko in den Kinofilmen „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ sowie „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“. In den Filmen wirkte er neben Kollegen wie Otto Waalkes, Ralf Schmitz, Martin Schneider, Heinz Hoenig sowie Nina Hagen und Cosma Shiva Hagen mit.

RTL ändert Programm

Zum Gedenken an den Comedian änderte RTL noch für die Nacht von Sonntag auf Montag sein Programm und kündigte eine 40-minütige Sondersendung an: „In Liebe an Mirco Nontschew“. Bis zum frühen Morgen kamen zudem mehrere „Best of RTL Samstag Nacht“-Folgen. Nontschew war in den 90ern mit dem Comedyformat an der Seite von Wigald Boning, Olli Dittrich, Tanja Schumann und Stefan Jürgens bekannt geworden.

Bekannt wurde er mit „RTL Samstag Nacht“

Nontschew kam 1969 in Berlin (Ost) auf die Welt. Sein Vater stammte aus Bulgarien. Ende der 80er war der agile Nontschew als Breakdancer unterwegs. Hugo Egon Balder wurde damals beim Fernsehsender RTL auf ihn aufmerksam. 1993 wurde er so Ensemble-Mitglied von „RTL Samstag Nacht“, die mit ihren albernen Sketchen neue Maßstäbe im Fernsehen setzte.

Balder schrieb am Samstag bei Instagram: „Mirco war der erste, der von Jacky und mir als Produzenten von "RTL Samstag Nacht" ins Team geholt wurde. Ich bin fassungslos, unendlich traurig und jetzt einfach nur stumm.“

2001 erhielt Nontschew bei Sat.1 seine eigene Sendung „Mircomania“. Später war er auch in der Improvisationscomedy „Frei Schnauze“ bei RTL dabei, danach auch im Sat.1-Comedy-Format „Die dreisten Drei“.

2010 erzählte Nontschew der Deutschen Presse-Agentur, er habe sich einst erst daran gewöhnen müssen, auf der Straße erkannt zu werden. „Das war damals wirklich neu für mich und manchmal sehr anstrengend. Diese Anonymität, die mir verloren gegangen ist, hätte ich gerne manchmal wieder“, so Nontschew damals.

Von den Internetmöglichkeiten in Sachen Freundschaft hielt er nicht viel. Er „gehöre zu der Generation, die gerne mal Leute anruft oder trifft“, betonte er damals. „Ich habe auch nicht 20 000 Freunde, sondern ich habe drei. Und das reicht mir auch.“