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Mindestens elf Tote nach TGV-Unglück

Mindestens elf Tote nach TGV-Unglück

Beim schwersten Unglück eines französischen TGV-Schnellzugs seit seiner Inbetriebnahme 1981 sind am Samstag nahe Straßburg mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Menschen werden noch vermisst.

Der Zug entgleiste bei Eckwersheim im Elsass, als er bei einer Testfahrt mit 350 Stundenkilometern unterwegs war. Der Zug bestand aus fünf Waggons, von denen die hinteren an einer Brücke in den Rhein-Marne-Kanal stürzten.

Mit dem silberschwarzen Unglückszug waren nach offiziellen Angaben 49 Techniker und Bahnmitarbeiter auf einer Testfahrt unterwegs.

Unter den getöteten befindet sich nach Berichten auch ein Kind. Warum mehrere Kinder, entgegen den Bestimmungen, während der Testfahrt an Bord waren ist unklar. Der Zug sei "wegen überhöhter Geschwindigkeit entgleist", sagte der Kabinettschef der Präfektur Elsass, Dominique-Nicolas Jane. Aus Ermittlerkreisen hieß es, das Tempo habe bei 350 Kilometern pro Stunde gelegen. Die Gendarmerie erklärte, die Unglücksursache stehe noch nicht fest. Die staatliche Bahngesellschaft SNCF leitete eine Untersuchung ein. Das Unglück ereignete sich am Samstag gegen 15 Uhr nahe der Gemeinde Eckwersheim unweit der deutschen Grenze. Nach Angaben der Behörden wurden 37 Menschen verletzt, bei zwölf von ihnen handelte es sich um "absolute Notfälle". Der Unfall ereignete sich auf dem letzten Abschnitt einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke, die Paris mit Straßburg und deutschen Städten verbindet und auf der derzeit Testfahrten abgehalten werden. Die Strecke steht in Konkurrenz zur ICE/TGV-Hochgeschwindigkeitsroute über Saarbrücken.