Mehr Drogentote – Crystal Meth „in“

Mehr Drogentote – Crystal Meth „in“

Im vergangenen Jahr starben in Deutschland 1002 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Das geht aus dem Rauschgiftbericht hervor, den die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), und der Präsident des Bundeskriminalamts Jörg Ziercke am Donnerstag in Berlin vorgestellt haben.

Erstmals seit 2009 stieg die Zahl der Drogenopfer und lag sechs Prozent über dem Vorjahreswert. Die höchsten Zuwachsraten gab es bei synthetischen Drogen wie Crystal Meth und Ecstasy. So wurden im vergangenen Jahr bundesweit 77 Kilogramm Crystal Meth sichergestellt - so viel wie nie zuvor. Die Zahl der erstmals auffällig gewordenen Konsumenten der stark süchtig machenden Modedroge stieg um sieben Prozent. "Den zunehmenden Konsum von Crystal sehen wir mit Sorge, da mit der Einnahme dieser Substanz große gesundheitliche Risiken für die Konsumenten verbunden sind", sagte Ziercke. Auch die Partydroge Ecstasy habe nach jahrelangem Rückgang wieder Konjunktur, sagte Ziercke. Hier kletterte die Zahl der Erstkonsumenten um 18 Prozent. Rückläufige Zahlen gab es hingegen bei Heroin und Kokain. Mortler betonte, gegenüber dem Jahr 2000 habe sich die Zahl der Drogentoten halbiert.

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