Lungenkrankheit: Millionenstädte abgeschottet - Lage doch schlimmer?

Lungenkrankheit aus China grassiert : Coronavirus erreicht Frankreich

Millionenstädte abgeschottet, das Militär im Einsatz, keine Pauschalreisen mehr ins In- und Ausland: China reagiert mit immer neuen Maßnahmen auf die grassierende Lungenkrankheit. Derweil werden Zweifel laut, ob die offiziellen Angaben das wahre Ausmaß der Infektionswelle im Land wiedergeben.

Die USA kündigten am Freitag an, das Personal ihres Generalkonsulats aus dem schwer betroffenen Wuhan abzuziehen. Dortige Ärzte äußerten, dass sich ihrer Meinung nach schon wesentlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben als offiziell zugegeben.

Den chinesischen Behörden zufolge liegt die Zahl nachgewiesener Infektionen bei rund 900. Mehr als 25 der Patienten sind gestorben, meist ältere Menschen mit Vorerkrankungen. In Wuhan soll binnen sechs Tagen eine Mega-Klinik mit 1000 Betten entstehen. In der Stadt war das Virus ausgebrochen. Nachweise wurden inzwischen auch aus anderen Ländern wie den USA und Thailand gemeldet. In Europa ist bislang keine Infektion bekannt.

Mehr als zehn Städte der schwer betroffenen Provinz Hubei mit mehr als 40 Millionen Einwohnern wurden abgeschottet. Nah- und Fernverkehr wurden gestoppt, Ausfall­straßen gesperrt. Das Militär leite die „gemeinsame Kontrollarbeit“, berichtete das Staatsfernsehen. Sehenswürdigkeiten im Land wurden gesperrt, Veranstaltungen zum kommenden Neujahrsfest abgesagt.