1. Nachrichten
  2. Panorama

Lügde: Ermittlungen gegen Behördenmitarbeiter und Polizei eingestellt

Kein hinreichender Tatverdacht : Missbrauch in Lügde: Verfahren gegen Polizei und Jugendämter eingestellt

Die Detmolder Staatsanwaltschaft hat im Missbrauchsfall von Lügde alle Verfahren gegen Behördenmitarbeiter eingestellt. Die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Polizei Lippe, der Jugendämter in Lippe und Hameln-Pyrmont sowie gegen von diesen beauftragte Familienhelfer hätten nicht zu einem hinreichenden Tatverdacht geführt.

Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Detmold mit.

Bei zwei Polizisten sei nicht nachzuweisen, dass sie frühe Hinweise vorsätzlich nicht beachtet hätten, hieß es. Ein gegen Unbekannt geführtes Ermittlungsverfahren wegen des Verschwindens von 155 CDs und DVDs aus den Räumen der Kreispolizei Lippe wurde ebenfalls eingestellt. Es habe keinen Anfangsverdacht gegen einen Polizeibeamten gegeben. Bei den Mitarbeitern der beiden Jugendämter sei keine Verletzung der Fürsorgepflicht festzustellen gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Hier ging es um sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamts Hameln-Pyrmont, eine Mitarbeiterin des Jugendamt Lippes sowie drei externe Helferinnen.

Im Fall des Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde waren die beiden Haupttäter im September des vergangenen Jahres zu Haftstrafen von 13 und zwölf Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt worden (AZ: 23 KLs 14/19).

(epd)