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Loveparade: Gutachten macht Veranstalter und Stadt verantwortlich

Loveparade: Gutachten macht Veranstalter und Stadt verantwortlich

Düsseldorf. Knapp sechs Wochen nach dem Duisburger Loveparade-Unglück mit 21 Toten sieht ein neues Rechtsgutachten die Verantwortung vor allem beim Veranstalter und der Stadt. Der Polizei wird in dem im Auftrag des Innenministeriums vorgelegten Rechtsgutachten keine größere Verantwortung zugewiesen

Düsseldorf. Knapp sechs Wochen nach dem Duisburger Loveparade-Unglück mit 21 Toten sieht ein neues Rechtsgutachten die Verantwortung vor allem beim Veranstalter und der Stadt. Der Polizei wird in dem im Auftrag des Innenministeriums vorgelegten Rechtsgutachten keine größere Verantwortung zugewiesen. Die Stadt Duisburg wiederum kam in ihrem eigenen Abschlussbericht zu dem Schluss, dass die Kommune bei Planung und Vorbereitung der Loveparade "nicht gegen Amtspflichten" verstoßen habe. Für die Sicherheit auf dem Loveparade-Gelände treffe den Veranstalter eine "öffentlich-rechtliche Verantwortlichkeit", heißt es in dem Rechtsgutachten. Die Lopavent GmbH sei verpflichtet gewesen, die Sicherheit zu gewährleisten. Die Stadt Duisburg traf dem Gutachten zufolge die "zentrale und übergreifende Verantwortung" für die Einhaltung der Vorschriften durch den Veranstalter. Das Unglück soll heute auch Thema im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags sein. afp