Let's Dance 2024 Jorge González von kubanischer Regierung verfolgt – das ist der traurige Grund

Jorge González ist seit Jahren ein fester Bestandteil der „Let’s Dance“-Jury. Immer gut gelaunt, ausgefallene Frisuren und Outfits – so kennen ihn die RTL-Zuschauer. Doch das war nicht immer so.

 Jorge González ist Juror bei „Let’s Dance“.

Jorge González ist Juror bei „Let’s Dance“.

Foto: IMAGO/Sven Simon/Malte Ossowski

Jorge González bewertet seit Jahren an der Seite von Motsi Mabuse und Joachim Llambi die Promis in der RTL-Sendung „Let’s Dance“. Dort fällt er vor allem durch seine extravaganten Stylings auf. Doch das Model hat noch eine ganz andere Seite.

  • Name: Jorge Alexis González
  • Geburtstag: 11. August 1967
  • Geburtsort: Cabaiguán, Kuba
  • Größe: 1,84 Meter
  • Beruf: Model und Choreograf
  • Wohnort: Hamburg
  • Instagram: @jorgechicaswalk

Darum verließ „Let’s Dance“-Juror Jorge González Kuba

Er liebe seine Heimat, erzählte Jorge González 2012 in einem Interview mit der „taz“. Doch schon früh wusste er, dass er das Land verlassen wird. Denn in Kuba lässt es sich als homosexueller Mann nicht frei leben. Bis 1968 wurde Homosexuelle in „Umerziehungslager“ gesteckt. Ab 1979 war Homosexualität zwar nicht mehr verboten, doch in vielen Bereichen haben Homosexuelle Nachteile. Weil Jorge González in Kuba wegen seiner sexuellen Orientierung in Kuba keine Chance auf ein Studium oder einen Arbeitsplatz hatte, verließ er das sozialistische Land.

Let’s Dance 2024: Welcher Kandidat hat gewonnen?
16 Bilder

Let’s Dance: Welches Tanzpaar ist raus, wer ist noch dabei?

16 Bilder
Foto: IMAGO/Future Image/IMAGO/Thomas Schröer

Jorge González: Warum er im Studium Urin von Tieren gesammelt hat

Da Jorge González ein sehr guter Schüler war, erhielt er ein Stipendium, mit dem er in einem anderen sozialistischen Land studieren konnte. In Bratislava (damals noch in der Tschechoslowakei) studierte er schließlich Nuklear-Ökologie. 1991 macht der heutige „Let’s Dance“-Juror seinen Abschluss. Für seine Abschlussarbeit habe er die Uran-Konzentration im Urin von Tieren untersucht, erzählte Jorge González im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. „Dafür bin ich frühmorgens immer auf eine Farm gefahren und habe die Milch und den Urin von einer Kuh und den Urin von dem Bauer untersucht, um zu gucken, wie hoch die Uran-Konzentration darin war. Das war meine Arbeit“, so der studierte Nuklear-Ökologe.

Jorge González wurde von der kubanischen Regierung verfolgt

In Bratislava fing Jorge González an, zu modeln und im Theater aufzutreten. Dadurch lernte er auch Menschen von der Theaterhochschule kennen, mit denen er sich an 1989 an der sogenannten Samtenen Revolution in der Tschechoslowakei beteiligte, die zum Systemwechsel hin zur Demokratie führte.

Und dann kam „Coca-Cola“. Für den Konzern drehte Jorge González ein Werbevideo, in dem er Lambada tanzte. Das Video gefiel den kubanischen Politikern allerdings gar nicht und Jorge González sollte, ohne Studienabschluss, wieder zurück nach Kuba. Doch er bekam Unterstützung von der Universität in Bratislava. Sie gaben Jorge González ein Stipendium, damit er seinen Abschluss machen konnte und der heutige „Let’s Dance“-Star beantragte politisches Asyl in der Slowakei.

Doch mit dem Asylantrag waren die Probleme für Jorge González nicht vorbei. Freunde hätten auf ihn gewartet, um zu verhindern, dass er verschleppt werden würde. Danach begann sich Jorge González zu verstecken, denn die kubanische Regierung habe ihn verfolgt, erzählt das Model der „taz“. Drei Monate lang sei er von einer Wohnung in die nächste umgezogen.

Jorge González: Seine Mutter erfuhr aus einem Magazin, dass er noch lebt

Heute ist Jorge González in Deutschland vor allem durch „Let’s Dance“ bekannt. Doch auch in Prag war der gebürtige Kubaner oft unterwegs und eine Berühmtheit. Deshalb war sein Foto in einem Magazin abgedruckt. Eines Tages sah seine Tante auf Kuba eine Frau am Strand, die in dem Magazin blätterte und entdeckte das Foto von Jorge González. „Meine Tante hat meine Mutter angerufen und gesagt: Er lebt und er ist in Prag“, so Jorge González in der „taz“. Durch die Verfolgung der Kubaner konnte Jorge González lange keinen Kontakt zu seiner Familie haben.

So kam Jorge González nach Deutschland und zu „Germany's next Topmodel“

Nach seinem Studium ist Jorge González viel durch Europa gereist und am besten habe es dem Kubaner in Deutschland gefallen. Vor allem, weil die Menschen hier ihm gegenüber sehr tolerant waren. Zu „Germany's next Topmodel“ kam Jorge González zufällig. „Ich habe vom Casting erfahren und meinen Lebenslauf dorthin geschickt. Die haben dann sofort ein Video mit mir gemacht und das Heidi geschickt. Die wollten mich“, erzählte er der „Süddeutschen Zeitung“.

So sieht „Let’s Dance“-Juror Jorge González ohne Styling und Make-up aus

Bei „Let’s Dance“ überrascht Jorge González stets mit außergewöhnlichen Outfits und Haarkreationen. Dafür sitzt er auch schon mal mehrere Stunden in der Maske, wie er in einem Backstage-Video von RTL verraten hat.

Doch auch ohne viel Glitzer und Haarspray macht Jorge González eine gute Figur. Das zeigen seine zahlreichen Fotos auf Instagram. Dort zeigt sich der Choreograf häufig im Badeurlaub mit Badehose am Strand und mit natürlicher Lockenpracht.

Seine Fans kann er mit diesem Look begeistern. So schreibt eine: „Ich kann es immer nur wiederholen. Natürlichkeit rules. So würde ich dich gerne bei Let’s Dance sehen“ und einer andere: „Einfach wunderschön“.

Hat Jorge González Kinder und einen Mann?

Über das Privatleben des „Let’s Dance“-Jurors ist nur wenig bekannt. Er bestätigte aber 2023, dass er eine neue Liebe gefunden hat. Zuvor soll Jorge González 25 Jahre lang mit einem Radioökologen zusammen und sogar verlobt gewesen sein. 2021 folgte allerdings die Trennung. Die gab das Model mit den Worten „Nach vielen guten Jahren in meiner Beziehung war es Zeit, weiterzumachen und ein neues Kapitel zu öffnen: Liebe geht, Freundschaft bleibt“, bekannt.

Ist „Let’s Dance“-Star Jorge González Deutscher?

Geboren wurde Jorge González in Kuba. 2011 hat er aber auch die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort