„Das ist auch Mobbing“ „Let's Dance“ 2022: Ex-Kandidatin Kerstin Ott fordert Jury-Aus von Joachim Llambi

Schlagersängerin Kerstin Ott nahm 2019 an der Tanz-Show „Let's Dance“ teil und sorgte als erste Frau an der Seite einer Profitänzerin für Schlagzeilen. Nun übt sie harsche Kritik an Kult-Juror Joachim Llambi.

Let's Dance 2022: "Mobbing" - Kerstin Ott fordert Konsequenzen für Joachim Llambi
Foto: dpa/Henning Kaiser

„Let's Dance“-Chefjuror Joachim Llambi ist für seine harsche Kritik und seine harten Worte bekannt. Auch in der 15. Staffel, die aktuell auf RTL läuft, nimmt der 57-Jährige kein Blatt vor den Mund. Manche Stars zittern nicht wegen der Tänze oder wegen eines möglichen Rauswurfs am Ende der Show, sondern aus Angst vor Llambis Bewertung.

Schlagersängerin Kerstin Ott nahm 2019 an „Let's Dance“ teil und sorgte mit Regina Luca als erstes gleichgeschlechtliches Tanzpaar für Schlagzeilen. Nachdem sie ihre Fans gebeten hatte, nicht mehr für sie anzurufen, schied sie in der fünften Runde aus. „Ich fühle mich so fehl am Platz, dass ich mich einfach auch sehr unwohl fühle. Und ich kann nicht jede Woche in die Kamera sagen: 'Bitte ruft für mich an', wenn ich mittlerweile denke: 'Bitte, ruft nicht mehr an.' Das fühlt sich für mich falsch an“, sagte sie damals.

Drei Jahre später packt die Sängerin im Podcast „Aber bitte mit Schlager“ über ihre Zeit bei „Let's Dance“ aus. Besonders einige Aussagen von Chefjuror Joachim Llambi hätten sie sehr getroffen: „Ich hätte damals auch kein Problem gehabt, hätte er einfach meinen schlechten Tanzstil kritisiert und mir da null Punkte gegeben. Damit wäre ich fein gewesen. Aber es gibt so die ein oder anderen Sätze, die dann zu persönlich werden. Da muss man mittlerweile auch wirklich sagen: 'Leute, wir wissen es doch mittlerweile alle besser.' Wir wissen doch, dass es für die Gesundheit eines Menschen nicht gut sein kann“, erklärte die 40-Jährige.

Sie habe schließlich täglich mit Hasskommentaren im Internet zu kämpfen: Laut Kommentaren sei sie „zu lesbisch“, „zu dick“ oder könne „nicht singen“. In diesem Kontext wirft sie Joachim Llambi sogar Mobbing vor: „Ich finde, was da Jury-mäßig abläuft, das ist auch Mobbing!“

Dennoch findet sie, dass sich der Chef-Juror in der aktuellen Staffel gebessert hat. „Ich glaube, das hat auch ein bisschen mit Bohlen zu tun, dass auch bei RTL ein Umdenken stattfindet. Was auch richtig und wichtig ist“, vermutete sie.

Kerstin Ott ist aber auch der Meinung, dass man ein solches Verhalten im Jahr 2022 einfach nicht mehr hinnehmen sollte und fordert den Rausschmiss von Llambi: „Genauso wie Dieter Bohlen ersetzt wurde, würde ich mir das auch bei Herrn Llambi wünschen. Da kann ich auch ganz ehrlich und offen sein. Der kann ja auch ein sehr freundlicher Mann sein. Ich finde aber, dass es nicht sein muss, jemanden so dermaßen blöd aussehen zu lassen. Also immer nochmal einen obendrauf. Das könnte er besser und ich würde mir wünschen, wenn sie ihn nicht auswechseln, dass er sich mal ein bisschen anpasst“, stellte sie im Podcast „Aber bitte mit Schlager“ klar.

Auch Ex-Kandidatin Oana Nechiti kritisierte Llambis Verhalten in ihrem Podcast „Tanz oder gar nicht“: „Gestern hätte ich mir gewünscht, dass Christina oder Mike mal das Mikro in die Hand nehmen und was zu dem Geschehen sagen, denn die drei Punkte von gestern waren ein Unding.“

Profitänzerin Christina Luft war nach der Beurteilung des Chefjurors sichtlich verletzt. In einem Instagram-Livestream sagte sie: „Ich glaube, in fünf Jahren war es das erste Mal, dass mir mein Gesicht so entgleist – ich habe es selbst gemerkt, weil es mich wirklich hart getroffen hat“. Mit konstruktiver Kritik könne sie zwar umgehen, aber „ab irgendeinem Punkt tat es einfach nur noch weh. Ab da wurde es dann auch schwierig, da wäre ich dann auch gerne gegangen“, gibt sie zu.