Lebenslange Haft für Wiener Doppelmörderin

Wien. Die Wiener Eisdielen-Besitzerin muss für den Mord an zwei Ex-Partnern lebenslang in Haft. Das Straflandesgericht in der österreichischen Hauptstadt sah es als erwiesen an, dass die 34-Jährige ihren deutschen Ex-Mann und ihren Freund erschoss, die Leichen zerstückelte und in ihrem Keller einbetonierte, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA

Wien. Die Wiener Eisdielen-Besitzerin muss für den Mord an zwei Ex-Partnern lebenslang in Haft. Das Straflandesgericht in der österreichischen Hauptstadt sah es als erwiesen an, dass die 34-Jährige ihren deutschen Ex-Mann und ihren Freund erschoss, die Leichen zerstückelte und in ihrem Keller einbetonierte, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA.Auch wenn das Gericht sie für zurechnungsfähig hält, soll sie Frau mit mexikanisch-spanischer Doppelstaatsbürgerschaft ihre Strafe in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verbüßen. Damit folgten die Geschworenen der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Die Anwälte der Angeklagten wollen gegen den einstimmig gefällten Schuldspruch Berufung einlegen. Sie hatten zuvor gefordert, die geständige Frau entweder als nicht zurechnungsfähig einzustufen oder nur eine zeitlich begrenzte Freiheitsstrafe zu verhängen. Sie habe eine Persönlichkeitsstörung und ihre Morde seien auch nicht wie von der Staatsanwaltschaft beschrieben "grauenhaft": "Es waren Schussmorde, wo die Opfer sofort tot sind", sagte Verteidiger Rudolf Mayer in seinem Schlussplädoyer.

Während ihre Anwälte versuchten, die Frau als verstörte, reumütige Frau mit schrecklicher Kindheit darzustellen, zeichnete Staatsanwältin Petra Freh ein anderes Bild: Eine hochintelligente Lügnerin, die die Menschen perfekt manipulieren könne. Sie sei "brandgefährlich" und bereit, für ihren Vorteil alles zu tun: "Für diese Tatbegehung kann es nur eine richtige Strafe geben." dpa