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Kompetenzgerangel bei Ermittlungen im Holzklotzfall

Oldenburg. Die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg hat die Pressearbeit der Polizei im Fall des tödlichen Holzklotzwurfes als "völlig überzogen" und "zum Teil als schädlich" kritisiert

Oldenburg. Die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg hat die Pressearbeit der Polizei im Fall des tödlichen Holzklotzwurfes als "völlig überzogen" und "zum Teil als schädlich" kritisiert. Generalstaatsanwalt Horst-Rudolf Finger sagte am Freitag, "wenn beispielsweise regelmäßig in den Medien Einzelheiten der Ermittlungserkenntnisse ausgebreitet werden", könne das in schwer wiegender Weise die spätere Überführung des Täters oder der Täter gefährden. Dies wisse "jeder erfahrene Kriminalbeamte". Finger hält es zudem für "unverantwortlich", dass die Polizei ohne jegliche Absprache mit der für das Verfahren zuständigen Staatsanwaltschaft Oldenburg in der Öffentlichkeit die Möglichkeit eines Massen-DNA-Tests ins Spiel gebracht habe.Die Oldenburger Polizei hat die scharfe Kritik der Oldenburger Generalstaatsanwaltschaft an ihrer Pressearbeit zurückgewiesen. Er sei "bestürzt über solche Äußerungen", sagte Polizeipressesprecher Sascha Weiß am Freitag. "Alle Schritte dieser offensiven und aggressiven Pressearbeit sind im Einvernehmen erfolgt und fast wörtlich mit dem Sprecher mit der Staatsanwaltschaft abgesprochen worden", betonte Weiß. ddp