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Kometenjäger-Projekt könnte um ein Jahr verlängert werden

Kometenjäger-Projekt könnte um ein Jahr verlängert werden

Die Europäische Weltraumagentur hofft auf ein Wiedererwachen von „Philae“ auf dem Kometen Tschuri. Dann könnte das Minilabor zumindest für kurze Zeit wieder seine Arbeit aufnehmen.

Die spektakuläre Kometenjäger-Mission "Rosetta" steht auch in diesem Jahr im Fokus der Europäischen Weltraumagentur Esa. Zwischen Mai und Juli könne das auf dem Kometen gelandete Minilabor "Philae" wieder erwachen, sagte Esa-Direktor Thomas Reiter gestern. Die Esa erhofft sich weitere wissenschaftliche Erkenntnisse. Die gesamte Mission könnte zudem um ein Jahr verlängert werden.

Mit "Philae" war im November erstmals ein von Menschen geschaffenes Gerät auf einem Kometen gelandet. Die Landung des Forschungsroboters auf dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko galt als Höhepunkt der Mission. Nach zehnjähriger Reise durch das Sonnensystem hatte die "Rosetta"-Sonde mit "Philae" an Bord im August ihr Ziel erreicht. Der Forschungsroboter konnte allerdings nur wenige Tage arbeiten und Daten übermitteln, bis die Batterieleistung aufgebraucht war. "Philae" befindet sich derzeit im Schlafmodus. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass sich die Solarbatterien aufladen und das Gerät wieder aufwacht.

Ein Dauer-Thema bei der Esa ist auch die Abwehr von erdnahen Objekten (NEOs), von Asteroiden und Meteoriten, die auf der Erde einschlagen könnten. Schritt für Schritt sollen etwa sechs Teleskope dafür sorgen, alles rund um die Uhr im Blick zu haben. Ein Schwerpunkt bleibt auch 2015 die Internationale Raumstation ISS. Sie soll nach dem Wunsch Reiters bis 2024 weiter genutzt werden. "Sie ist im besten Zustand."