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Kochen ist in den meisten Familien immer noch Frauensache

Kochen ist in den meisten Familien immer noch Frauensache

Hamburg. Die Zubereitung der Mahlzeiten in der Familie ist nach wie vor Frauensache. Das gilt auch dann, wenn die Frauen erwerbstätig sind. Selbst bei vollzeitbeschäftigten Müttern liege der Beteiligungsgrad der Männer nur bei 60 Prozent, sagte Professorin Uta Meier-Gräwe von der Universität Gießen. "Das heißt: 40 Prozent machen nie was

Hamburg. Die Zubereitung der Mahlzeiten in der Familie ist nach wie vor Frauensache. Das gilt auch dann, wenn die Frauen erwerbstätig sind. Selbst bei vollzeitbeschäftigten Müttern liege der Beteiligungsgrad der Männer nur bei 60 Prozent, sagte Professorin Uta Meier-Gräwe von der Universität Gießen. "Das heißt: 40 Prozent machen nie was."Die repräsentativen Zeitbudget-Daten aus dem Jahr 2004 zeigten auch, dass sich diese traditionelle Arbeitsteilung in der jungen Generation fortsetzt. Von den 20- bis 25-jährigen Männern überlassen 72 Prozent die Essenszubereitung durchweg ihren Müttern, Großmüttern oder jungen Partnerinnen. Diese Aufteilung scheint die Mehrzahl der Frauen nicht allzu stark zu stören, sagte die Wissenschaftlerin Meier-Gräwe unter Bezug auf aktuellere qualitative Daten. Das habe auch viel damit zu tun, dass die Essenszubereitung eng mit der weiblichen Geschlechterrolle verknüpft ist. ddp