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Klirrende Kälte - und kein Ende in Sicht

Klirrende Kälte - und kein Ende in Sicht

Berlin. Der Winter lässt nicht locker: Auch zu Silvester soll es in Deutschland vielerorts schneien und glatt werden. Auf den Straßen und bei der Bahn sorgen Frost und Schnee weiter für Probleme. Bei klirrend kalten Temperaturen und Neuschnee gab es im Norden Deutschlands zahlreiche Unfälle

Berlin. Der Winter lässt nicht locker: Auch zu Silvester soll es in Deutschland vielerorts schneien und glatt werden. Auf den Straßen und bei der Bahn sorgen Frost und Schnee weiter für Probleme. Bei klirrend kalten Temperaturen und Neuschnee gab es im Norden Deutschlands zahlreiche Unfälle. Hart traf es Bahnreisende in der Nacht zu gestern auf dem Weg nach Hamburg: Wenige Minuten vor der Einfahrt in den Hamburger Hauptbahnhof stoppte ein Kurzschluss einen ICE. Das Ziel vor Augen, mussten die 50 Bahnfahrer zwei Stunden in dem dunklen und unbeheizten Zug aus München ausharren. Auch die Schifffahrt wird von der anhaltenden Kälte ausgebremst. Wegen einer bis zu 20 Zentimeter dicken Eisschicht auf Kanälen und Flüssen sitzen viele Binnenschiffer in den Häfen fest.Ein 16 Jahre altes Mädchen wurde tot in einem Graben bei Jork in Niedersachsen gefunden. Es war nach einer Weihnachtsparty gestürzt und erfroren. Auch für Obdachlose bedeutet das Gefriertruhen-Wetter akute Lebensgefahr. Kommunen und Bürger achten daher nach Ansicht von Experten verstärkt auf Menschen ohne Wohnung. "Die Leute sind sensibilisiert", sagte Geschäftsführer Thomas Specht von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Zuletzt waren zwei Obdachlose in Ulm und Trier erfroren. Die Kälte bedeutet auch in anderen europäischen Ländern Lebensgefahr für viele Menschen. In Polen sind bis zum 26. Dezember bereits 127 Menschen erfroren.

Das Chaos an den internationalen Flughäfen in Moskau hat unterdessen Kremlchef Dmitri Medwedew auf den Plan gerufen. Er beauftragte Generalstaatsanwalt Juri Tschaika, die Arbeit der Airports in der russischen Hauptstadt zu überprüfen. dpa