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Kindsmörder verlangt Schmerzensgeld

Kindsmörder verlangt Schmerzensgeld

Frankfurt. Der Kindsmörder Magnus Gäfgen hat wenige Tage vor der geplanten Urteilsverkündung im Prozess um Schmerzensgeld einen Befangenheitsantrag gegen die zuständige Kammer gestellt. Ein entsprechender Schriftsatz sei am Montag beim Frankfurter Landgericht eingegangen, sagte ein Sprecher gestern

Frankfurt. Der Kindsmörder Magnus Gäfgen hat wenige Tage vor der geplanten Urteilsverkündung im Prozess um Schmerzensgeld einen Befangenheitsantrag gegen die zuständige Kammer gestellt. Ein entsprechender Schriftsatz sei am Montag beim Frankfurter Landgericht eingegangen, sagte ein Sprecher gestern. Der Schriftsatz werde von der zuständigen Kammer gelesen und im Anschluss an eine andere Kammer weitergegeben, die über den Antrag entscheide. Es sei nicht klar, ob die für morgen angesetzte Urteilsverkündung deshalb erneut verschoben werden muss. Der Termin war bereits zwei Mal verlegt werden. Gäfgen ist wegen Mordes an dem Bankierssohn Jakob von Metzler zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In dem neuen Verfahren verlangt er Schmerzensgeld vom Land, weil ihm nach seiner Festnahme 2002 ein Polizeibeamter körperliche Gewalt angedroht hatte, um das Versteck des entführten Jungen zu erfahren. dapd