1. Nachrichten
  2. Panorama

Kein Ende der Epidemie in Sicht

Zahlen können wieder steigen : Kein Ende der Epidemie in Sicht

Das Robert-Koch-Institut warnt vor einem erneuten Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland.

Trotz der ersten Lockerungen in der Corona-Pandemie betont das Robert Koch-Institut (RKI) den Ernst der Lage. „Das Virus ist nicht weg“, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Dienstag in Berlin. „Es ist kein Ende der Epidemie in Sicht. Die Fallzahlen können wieder steigen.“ Die Situation sei immer noch ernst, auch wenn in Deutschland bei der Bekämpfung einiges erreicht worden sei.

„Die Fallzahlen müssen auf einem Level bleiben, mit dem das Gesundheitssystem umgehen kann“, betonte Schaade.

Ferner rief er die Menschen dazu auf, weiter den Empfehlungen zu folgen: Etwa möglichst viel zu Hause zu bleiben, Abstand von mindestens 1,5 Metern zu halten, häufig die Hände zu waschen, in die Armbeuge zu niesen oder zu husten und zusätzlich, etwa in Geschäften oder im öffentlichen Nahverkehr, eine Maske über Mund und Nase zu tragen.

Die täglichen Anstiege der Fallzahlen sind laut Schaade inzwischen deutlich geringer als noch in der Vorwoche. Für die vergangenen Tage könnten aber noch Fälle nachgemeldet werden. Der Anteil der gestorbenen Infizierten stieg weiter auf nun 3,2 Prozent.

Die Reproduktionszahl habe am Montag bei etwa 0,9 gelegen: Das bedeutet, dass im Mittel beinahe jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt. Wie bei Fallzahlen gebe es auch hier große regionale Unterschiede. Die Reproduktionszahl lag in den vergangenen Tagen auch schon einmal etwas niedriger als 0,9.

Bei einer vorschnellen Rücknahme aller oder eines großen Teils kontaktbeschränkender Maßnahmen bestehe die grundsätzliche Gefahr einer zweiten Welle, sagte Schaade.