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Kachelmann will vor Gericht um seine Freiheit kämpfen

Kachelmann will vor Gericht um seine Freiheit kämpfen

Mannheim. Fernsehmoderator Jörg Kachelmann will vor Gericht um seine Freiheit kämpfen. "Aufgrund meines Wissens, dass ich unschuldig bin, habe ich keinen Grund wegzulaufen", sagte der 52-Jährige am Freitag im ersten Interview nach seiner Haftentlassung. Er habe Vertrauen in die deutsche Justiz.Jetzt gelte es, die Hauptverhandlung vorzubereiten

Mannheim. Fernsehmoderator Jörg Kachelmann will vor Gericht um seine Freiheit kämpfen. "Aufgrund meines Wissens, dass ich unschuldig bin, habe ich keinen Grund wegzulaufen", sagte der 52-Jährige am Freitag im ersten Interview nach seiner Haftentlassung. Er habe Vertrauen in die deutsche Justiz.Jetzt gelte es, die Hauptverhandlung vorzubereiten. "Der Alptraum ist für mich noch nicht zu Ende", sagte Kachelmann. Unschuldig im Gefängnis zu sitzen, sei das bisher Furchtbarste in seinem Leben gewesen, sagte er mit Blick auf viereinhalb Monate Untersuchungshaft. Kachelmann äußerte sich in ZDF und ARD sowie bei bild.de. Das Oberlandesgericht hatte den Haftbefehl gegen den Schweizer am Donnerstag aufgehoben. Am 6. September beginnt unabhängig davon wie geplant der Prozess gegen Kachelmann vor dem Landgericht Mannheim. Das Gerichte hatte eine Verschiebung erwogen. Am Freitag erklärte es dann: "Die Kammer sieht das Verfahren im Hinblick auf den schwerwiegenden Tatvorwurf weiterhin als eilbedürftig an." Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Kachelmann, Anfang Februar seine frühere Freundin vergewaltigt und mit einem Messer verletzt zu haben.Kritik an der Justiz äußerten Strafverteidiger und Medienrechtler. Presserechtsanwalt Christian Schertz hält Schadenersatzansprüche des Moderators für möglich. "Ich gehe davon aus, dass die sehr frühe Information der Öffentlichkeit über die Inhaftierung die Persönlichkeitsrechte Kachelmanns verletzt hat." dpa