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Kachelmann-Prozess: Anklage hält Gutachter für befangen

Mannheim. Im Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann sorgt ein Gutachten über Blutergüsse des mutmaßlichen Opfers für Zündstoff. Aus Sicht des Gutachters der Verteidigung kann sich die 37-jährige Hauptbelastungszeugin die Verletzungen selbst zugefügt haben, um eine Vergewaltigung vorzutäuschen

Mannheim. Im Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann sorgt ein Gutachten über Blutergüsse des mutmaßlichen Opfers für Zündstoff. Aus Sicht des Gutachters der Verteidigung kann sich die 37-jährige Hauptbelastungszeugin die Verletzungen selbst zugefügt haben, um eine Vergewaltigung vorzutäuschen. Auch wird in dem Gutachten unterstellt, dass die langjährige Geliebte lange vor der angeblichen Tat "Selbststudien" gemacht habe, um herauszufinden, wie Hämatome entstehen. Die Anklage lehnt den Gutachter jedoch als befangen ab. Das Gericht will später darüber entscheiden. Unterdessen läuft der Prozess zunehmend unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Die Mutter des mutmaßlichen Opfers wurde gestern über drei Stunden lang vernommen, wovon der Vorsitzende Richter Zuschauer und Medien ausschloss. Nach Angaben der Verteidigung soll bis mindestens zum 21. Dezember verhandelt werden. dpa