Justiz verhaftet Göttinger Arzt in Organspende-Skandal

Justiz verhaftet Göttinger Arzt in Organspende-Skandal

Göttingen. Erstmals hat die Justiz im Skandal um Manipulationen bei Organspenden einen Arzt verhaftet. Ein halbes Jahr, nachdem entsprechende Fälle am Uniklinikum Göttingen bekannt wurden, erließ das Amtsgericht Braunschweig am Freitag einen Haftbefehl gegen den früheren leitenden Transplantationsarzt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit

Göttingen. Erstmals hat die Justiz im Skandal um Manipulationen bei Organspenden einen Arzt verhaftet. Ein halbes Jahr, nachdem entsprechende Fälle am Uniklinikum Göttingen bekannt wurden, erließ das Amtsgericht Braunschweig am Freitag einen Haftbefehl gegen den früheren leitenden Transplantationsarzt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit.Der 45-Jährige sitze wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Er habe zwar einen deutschen Pass, stamme aber aus dem arabischen Raum. Der 45-Jährige soll auch am Uniklinikum Regensburg Patientendaten manipuliert haben. Neben Regensburg sollen Mediziner auch an den Unikliniken in München und Leipzig gegen Richtlinien zur Organvergabe verstoßen haben.

Dem Göttinger Mediziner werde Körperverletzung mit Todesfolge in einem Fall, versuchter Totschlag in neun Fällen sowie schwere Körperverletzung vorgeworfen. Er soll vorsätzlich falsche Gesundheitsdaten von neun Patienten an die Vergabe-Organisation Eurotransplant gemeldet haben. dpa