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Justiz ermittelt in neuem Fall von Misshandlungen in Kita

Justiz ermittelt in neuem Fall von Misshandlungen in Kita

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Ermittlungen gegen eine Erzieherin in einem katholischen Kindergarten im Westerwald aufgenommen. Zwei Mütter werfen der Frau vor, ihren Kindern in der Kita im Ort Höhn auf den Po geschlagen, in den Arm gekniffen und sie gestoßen zu haben, wie die Behörde gestern mitteilte.

Außerdem soll sie den Kindern verboten haben, auf die Toilette zu gehen.

Den Kindern soll sie gesagt haben, es passiere etwas Schlimmes, sollten sie über Gewalt in dem Kindergarten reden. Eine Mutter gibt zudem an, die Erzieherin sei nicht eingeschritten, als ihr Kind von anderen Kindern geschlagen und gebissen worden sei. Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft nun die Vorwürfe. "Damit haben wir gerechnet und das wollen wir auch", sagte ein Sprecher des zuständigen Bistums Limburg zu den Ermittlungen. Die Vorwürfe würden ernst genommen und sollten aufgeklärt werden. Die Diözese erklärte gleichzeitig, sie habe bereits Gespräche mit allen Erziehern und auch mit anderen Eltern geführt. Daraus hätten sich bislang keine Hinweise ergeben, dass das Wohl der Kinder gefährdet sei. Erst vor ein paar Tage hatte eine katholische Kita in Mainz hatte ihre Erzieher entlassen, weil es zu Gewalt und sexuellen Übergriffen unter Kindern gekommen sein soll.