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Italienischer Vater soll Tochter 25 Jahre lang vergewaltigt haben

Italienischer Vater soll Tochter 25 Jahre lang vergewaltigt haben

Turin. Nach dem österreichischen Inzestfall von Amstetten wird Italien von einem ähnlichen Verbrechen erschüttert. Die Polizei in Turin nahm einen Familienvater fest, der seine Tochter ab dem Alter von neun Jahren über 25 Jahre hinweg vergewaltigt haben soll. Etwa seit ihrer Pubertät sei die Tochter nicht mehr zur Schule gegangen, sondern habe in einem dunklen Raum gelebt

Turin. Nach dem österreichischen Inzestfall von Amstetten wird Italien von einem ähnlichen Verbrechen erschüttert. Die Polizei in Turin nahm einen Familienvater fest, der seine Tochter ab dem Alter von neun Jahren über 25 Jahre hinweg vergewaltigt haben soll. Etwa seit ihrer Pubertät sei die Tochter nicht mehr zur Schule gegangen, sondern habe in einem dunklen Raum gelebt. Das Mädchen sei zwar "formal frei" gewesen, habe aber nichts ohne ihren Vater getan und sei von ihm psychisch vollkommen abhängig gewesen, sagte Vize-Staatsanwalt Pietro Forno.Der beschuldigte Vater berief sich bei seinen Vergehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf ein "Familiengesetz", wonach seine älteste Tochter ihm "versprochen" sei. Insgesamt hat der Mann zehn Kinder. Nach außen habe die Familie normal gewirkt. Der Vater arbeitete als fliegender Händler, berichtete der Staatsanwalt. Wegen der jahrelangen Misshandlung leide die älteste Tochter unter Persönlichkeitsstörungen. Ihr Vater habe ein "Klima der Drohungen" geschaffen, die Tochter habe sich gegenüber ihrem Peiniger vollkommen passiv verhalten. Laut Forno lagen keine Hinweise vor, dass auch die anderen Kinder sexuell missbraucht wurden. Sein Verhalten übertrug er nach Angaben der Staatsanwaltschaft jedoch auf seinen Sohn. Der 40-Jährige sei im Februar festgenommen worden, weil er seine Töchter im Alter von sechs, acht, zwölf und 20 Jahren vergewaltigt und misshandelt habe. afp