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Hotelangestellter vermutete Herzinfarkt statt Exorzismus

Hotelangestellter vermutete Herzinfarkt statt Exorzismus

Im Prozess um eine tödliche Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel kommen immer mehr Einzelheiten ans Licht. Gestern berichtete der Concierge des Luxushotels von dem grausigen Leichenfund. "Ich war mit der Erste, der die Dame auf dem Boden gesehen hat", sagte der Hotelangestellte. Die Tote habe verquollene Augen und blau angelaufene Füße gehabt. Das Gesicht der 41-Jährigen sei mit einem Handtuch bedeckt gewesen. Auf eine Teufelsaustreibung habe aber nichts hingedeutet. "Wir dachten zunächst, dass die Dame an einem Herzinfarkt gestorben sei", erinnerte sich der 26-Jährige. Die aus Südkorea stammende Familie habe kalt und unbeteiligt gewirkt, als er mit dem Notarzt in das Zimmer kam. Die fünf Angeklagten im Alter zwischen 16 und 45 Jahren sollen dort im Dezember 2015 bei dem Exorzismus ihre Verwandte zu Tode gequält haben.