Hopp-Erpresser legt Geständnis ab: Urteil wird heute erwartet

Hopp-Erpresser legt Geständnis ab: Urteil wird heute erwartet

Heidelberg. Aus Geldnot hat ein 43-jähriger Spediteur den Milliardär Dietmar Hopp bedroht und erpresst. Der hoch verschuldete Ralf M. gestand gestern vor dem Landgericht in Heidelberg, im Sommer drei Drohbriefe geschrieben und 5,5 Millionen Euro gefordert zu haben. Er sei spontan auf diese "blödsinnige Idee" gekommen, sagte er

Heidelberg. Aus Geldnot hat ein 43-jähriger Spediteur den Milliardär Dietmar Hopp bedroht und erpresst. Der hoch verschuldete Ralf M. gestand gestern vor dem Landgericht in Heidelberg, im Sommer drei Drohbriefe geschrieben und 5,5 Millionen Euro gefordert zu haben. Er sei spontan auf diese "blödsinnige Idee" gekommen, sagte er. "Ich bitte um Entschuldigung für die Angst und Sorgen, die ich verursacht habe", ließ der Fuhrunternehmer durch seinen Verteidiger erklären. Laut Anklage drohte der Spediteur dem Mäzen des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim und Mitgründer des Softwareunternehmens SAP damit, dessen Frau und die beiden Söhne umzubringen. Wegen versuchter räuberischer Erpressung droht M. eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Auslöser war seinen Angaben zufolge, dass die Bank 30 000 Euro von ihm forderte. Der Spediteur wurde wenige Tage nach einer fingierten Geldübergabe bei Trier festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Dem 69 Jahre alten Hopp blieb dank des Geständnisses eine Zeugenaussage vor Gericht erspart. Ein Urteil wird heute erwartet. dpa

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