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Gestohlenes Goldnest in Berliner Grundschule: Polizei ermittelt gegen arabischen Clan

30 000 Euro reiner Materialwert : Gestohlenes Goldnest: Polizei ermittelt gegen Clan

(dpa) Nach dem dreisten Diebstahl eines Kunst-Vogelnestes aus purem Gold aus einer Berliner Grundschule fahndet die Polizei nach den Tätern. Am Mittwochnachmittag wurden bereits mehrere Häuser und ein Auto unter anderem in Ortsteilen von Berlin-Neukölln durchsucht.

Nach verschiedenen Medienberichten ermittelt die Polizei im Milieu der arabischstämmigen Clans. Der Wachdienst der Fuchsberg-Grundschule in Berlin-Marzahn hatte den Diebstahl des Kunstwerks „Goldenes Nest“ in der Nacht zum Mittwoch bemerkt. Der reine Materialwert der 74 Zweige aus 814 Gramm Feingold beträgt 30 000 Euro. Das Nest wurde nach Angaben des Künstlers Thorsten Goldberg „in einem gläsernen Wandsafe“, der Teil des Kunstwerks ist, aufbewahrt. Diese massive Vitrine ist in die Wand des Schulgebäudes eingelassen. Durch die Scheibe war das Goldnest so auch von außen sichtbar.

Das Kunstwerk wurde im Rahmen eines Wettbewerbs zum Neubau der Schule angefertigt. Bei öffentlichen Gebäuden ist vorgeschrieben, dass ein kleiner Teil der Kosten für „Kunst am Bau“ ausgegeben wird. Die Schule wurde im Herbst eröffnet. Erst nach 14 Jahren durfte die Vitrine geöffnet werden. Das Nest hätte dann sofort zerstört werden müssen. So hatte es der Künstler bestimmt. Dem „Tagesspiegel“ sagte er: „Das Kunstwerk war besser gesichert als die Goldmünze im Bode-Museum.“ Es habe elektronische und mechanische Vorkehrungen gegen Diebstahl gegeben.

Aus dem Bode-Museum in Berlin war 2017 eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze im Wert von drei Millionen Euro gestohlen worden. Mehrere Mitglieder einer arabischstämmigen Großfamilie stehen deswegen derzeit vor Gericht.