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Freispruch für den "Schlächter" von Winnipeg

Freispruch für den "Schlächter" von Winnipeg

Winnipeg. Freispruch für einen Mann, der seinen Sitznachbarn im Bus erstochen und die Leiche anschließend enthauptet sowie zerstückelt hat: Ein Gericht in Kanada sprach den Angeklagten am Freitag von der Verantwortung für das Verbrechen frei

Winnipeg. Freispruch für einen Mann, der seinen Sitznachbarn im Bus erstochen und die Leiche anschließend enthauptet sowie zerstückelt hat: Ein Gericht in Kanada sprach den Angeklagten am Freitag von der Verantwortung für das Verbrechen frei. Die Tat sei so "grotesk" und "barbarisch", dass sie nur mit einer psychiatrischen Krankheit zu erklären sei, befand Richter John Scurfield am Ende der dreitägigen Verhandlung. Diagnose: SchizophrenieGutachter der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung sagten unter Eid aus, dass der 40-Jährige an Schizophrenie leidet und sein 22-jähriges Opfer im Glauben getötet hat, von Gott dazu angewiesen worden zu sein. Der Angeklagte bezeichnete sich zum Prozessaufakt als "nicht schuldig". Unmittelbar nach der Tat hatte er sich dagegen bei Polizisten entschuldigt und sie gebeten, sein Leben zu beenden.Der Täter stammt aus China. Er war privat wie auch im Beruf mehrfach als geistig verwirrt aufgefallen, jedoch nie gewalttätig geworden. Am Abend des 30. Juli bestieg er Zeugenaussagen zufolge sichtlich verstört den Greyhound-Bus. Nach drei Stunden Fahrt zückte er ein langes Messer und stach ohne ersichtlichen Grund auf den schlafenden Mann neben sich ein. Dann enthauptete er ihn und schwang den Kopf vor den Augen der entsetzten Fahrgäste hin und her. dpa