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Freiburg-Täter gilt vor Gericht als Jugendlicher

Freiburg-Täter gilt vor Gericht als Jugendlicher

Rund fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod einer Studentin in Freiburg ist gegen den mutmaßlichen Täter Anklage wegen Mordes und schwerer Vergewaltigung erhoben worden. Weil er sein Alter mit 17 Jahren angibt, soll der Fall vor der Jugendkammer des Landgerichts Freiburg verhandelt werden, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Die Behörde geht aber davon aus, dass er bereits erwachsen ist.

Der Tod der 19-jährigen Studentin hatte Ende 2016 bundesweit Bestürzung ausgelöst. Der Fall sorgte zudem für Schlagzeilen, weil der im Dezember festgenommene und mutmaßlich aus Afghanistan stammende Tatverdächtige sich Ende 2015 in Deutschland als Asylbewerber registrieren ließ, aber unmittelbar davor in Griechenland vorzeitig aus einer Haft entlassen worden war. Diese verbüßte er dort wegen versuchten Mordes an einer Frau.

Die griechischen Sicherheitsbehörden schrieben ihn national zur Fahndung aus, weil er gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Ein internationales Fahndungsersuchen gegen ihn gab es dagegen nicht.