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Forschungsroboter „Philae“ geht auf Komet der Strom aus

Forschungsroboter „Philae“ geht auf Komet der Strom aus

Mit Bangen hat die europäische Raumfahrtbehörde ESA gestern verfolgt, wie dem Forschungsroboter "Philae" auf dem Kometen Tschuri langsam der Strom ausging. Die Batterie des Minilabors neigte sich ihrem Ende zu, Solarzellen bekamen nicht ausreichend Sonnenlicht ab.

"Philae" nahm zwar eine Bohrung zur Analyse des Kometengesteins vor, die Ergebnisse können aber womöglich nicht übertragen werden. "Wir sind nicht sicher, ob ‚Philae‘ ausreichend Energie hat, um die Daten zu übertragen", sagte Landemanager Stephan Ulamec im Kontrollzentrum in Darmstadt. Das Hauptproblem ist die fehlende Sonne. "Er hat nur noch einige Stunden Lebensdauer mit seiner Batterie", sagte Projektleiter Philippe Gaudon von der französischen Raumfahrtbehörde CNES. "Danach sollen eigentlich die Solarbatterien übernehmen, aber der Roboter ist im Schatten." Die wissenschaftliche "Ernte" sei aber bereits jetzt beträchtlich.

Das kühlschrankgroße Minilabor "Philae" war am Mittwoch auf dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenk gelandet, rund 510 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. "Philae" landete aber in einer Schrägstellung. Der Roboter bekommt deshalb nicht wie geplant sechs oder sieben Stunden Sonnenlicht am Tag ab, sondern nur eineinhalb.