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Fleisch von Dioxin-Schweinen größtenteils verzehrt

Fleisch von Dioxin-Schweinen größtenteils verzehrt

Weißenfels. Das Fleisch von 180 Schweinen, die im niedersächsischen Kreis Verden mit dioxinhaltigem Futter gemästet wurden, ist wahrscheinlich größtenteils schon auf Tellern der Verbraucher gelandet. Nach Angaben von Tönnies Fleisch wurden die 180 Tiere im Dezember in fünf Lieferungen in einen Schlachthof des Unternehmens in Weißenfels in Sachsen-Anhalt gebracht

Weißenfels. Das Fleisch von 180 Schweinen, die im niedersächsischen Kreis Verden mit dioxinhaltigem Futter gemästet wurden, ist wahrscheinlich größtenteils schon auf Tellern der Verbraucher gelandet. Nach Angaben von Tönnies Fleisch wurden die 180 Tiere im Dezember in fünf Lieferungen in einen Schlachthof des Unternehmens in Weißenfels in Sachsen-Anhalt gebracht. Dort seien sie geschlachtet, zerlegt und an weiterverarbeitende Betriebe ausgeliefert worden, sagte ein Sprecher gestern in München. "Angesichts der Mindesthaltbarkeit muss man davon ausgehen, dass zumindest dass Fleisch der 145 Tiere aus den ersten vier Lieferungen bereits verzehrt ist", sagte er.Unterdessen haben die SPD-geführten Bundesländer mit einem Maßnahmenplan für sichere Futtermittel Druck auf Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) ausgeübt. Der gestern veröffentlichte Zehn-Punkte-Katalog umfasst unter anderem eine Zulassungspflicht und eine Haftpflichtversicherung für alle Futtermittelunternehmen. Aigner will morgen Maßnahmen für schärfere Kontrollen von Futtermitteln vorstellen. dapd/dpa