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Fahrrad-Autobahn im Ruhrgebiet eröffnet

Fahrrad-Autobahn im Ruhrgebiet eröffnet

Sechs Meter breit, glatter Asphalt kaum Kreuzungen: Wie eine kleine Autobahn zieht sich der neue Radschnellweg RS1 von Essen nach Mülheim . Gestern hat Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek das erste Teilstück eröffnet.

Bislang ist der RS1 erst fünf Kilometer lang, aber 2020 soll der Weg auf gut 100 Kilometern quer durchs Ruhrgebiet führen - von Duisburg aus durch Mülheim , Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen und Bergkamen bis nach Hamm. Weit weg vom Stau auf den Autobahnen und der Enge in den Zügen soll die neue Radautobahn des Regionalverbands Ruhr (RVR) die Region durchziehen. Eine solche Strecke wäre einmalig in Deutschland. Daniel Wegerich vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club spricht deshalb von einem "Meilenstein in der Radverkehrförderung".

Anders als bei den meisten Radwegen geht es beim RS1 nicht darum, Radtouristen anzulocken. Vor allem Pendler sollen den Schnellweg nutzen und dafür ihr Auto stehenlassen. Die Planung sieht vor, dass der RS1 gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden ist. Die Strecke soll beleuchtet und im Winter geräumt werden. Der Regionalverband erwartet von dem Projekt weniger Staus im Ruhrgebiet.