Experten: Co-Pilot startete in Madrid die Unglücksmaschine

Experten: Co-Pilot startete in Madrid die Unglücksmaschine

Madrid. Bei der Flugzeugkatastrophe in Madrid hat nach einem Expertenbericht der Co-Pilot die Unglücksmaschine der spanischen Gesellschaft Spanair gesteuert. Dies gehe aus den Auswertungen der Flugschreiber des abgestürzten Jets hervor, berichtete gestern die spanische Presse

Madrid. Bei der Flugzeugkatastrophe in Madrid hat nach einem Expertenbericht der Co-Pilot die Unglücksmaschine der spanischen Gesellschaft Spanair gesteuert. Dies gehe aus den Auswertungen der Flugschreiber des abgestürzten Jets hervor, berichtete gestern die spanische Presse. Nach einem vorläufigen Bericht der Ermittlungskommission zur Aufklärung der Unglücksursache stammten die Daten auf den Flugschreibern vom zweiten Bordcomputer der Maschine. Dies bedeute, dass der Co-Pilot die Maschine gestartet habe. Beim Absturz der Spanair-Maschine auf dem Madrider Flughafen waren am 20. August 154 Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden. Luftfahrtexperten wiesen darauf hin, dass es üblich sei, dass der Pilot und der Co-Pilot sich beim Steuern abwechselten. Beide kamen bei dem Unglück ums Leben. Der Co-Pilot war 31 Jahre alt und hatte auf Maschinen des Typs MD-82 mehr als 1050 Flugstunden absolviert. Aus dem Bericht der Expertenkommission war hervorgegangen, dass die Unglücksmaschine ohne ausgefahrene Auftriebshilfen gestartet war. Ein Defekt in der Elektronik hatte zur Folge, dass das für diesen Fall vorgesehene Alarmsystem nicht funktionierte. dpa

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