Ein ständig Getriebener - Rocker Peter Maffay wird 60

München. "Peter, Du bist ein richtiger ,pain in the arse'." Eine "Nervensäge" genannt zu werden, fühlt sich nicht gut an. Peter Maffay kann den Spruch eines Freundes aber heute mit einem Lächeln kommentieren: "Damit hat er ins Schwarze getroffen." Der "ehrliche Rocker" soll eine Plage für seine Mitmenschen sein? Zu seinem 60

München. "Peter, Du bist ein richtiger ,pain in the arse'." Eine "Nervensäge" genannt zu werden, fühlt sich nicht gut an. Peter Maffay kann den Spruch eines Freundes aber heute mit einem Lächeln kommentieren: "Damit hat er ins Schwarze getroffen." Der "ehrliche Rocker" soll eine Plage für seine Mitmenschen sein? Zu seinem 60. Geburtstag an diesem Sonntag blickt der Musiker selbstkritisch zurück.

Bis heute lieben seine Fans seine großen Hits wie "So bist Du" oder die "Tabaluga"-Musicals. Mit seinem sozialen Engagement hat Maffay in den vergangenen Jahren auch die Herzen von Menschen erobert, die mit seiner Musik nichts anfangen können. Mit seiner vierten Ehefrau und seinem kleinen Sohn lebt er bei München und auf Mallorca. Eigentlich läuft alles bestens, doch Maffay ist ein Getriebener. Warum sieht er manches so verbissen, obwohl er eigentlich keinen Grund dazu hat? Vielleicht sei seine Vergangenheit auch ein bisschen schuld daran, meint er. Bis zu seinem 14. Lebensjahr wuchs Maffay im rumänischen Siebenbürgen auf, bevor er mit seinen Eltern nach Bayern kam. In Rumänien war alles grau, erinnert er sich. Individualität war nicht erwünscht. "Dass man grau war, wurde ja von oben bestimmt. Deswegen bedeutet mir Autarkie so viel - selber sein Leben bestimmen zu können und nicht am Rockzipfel von irgendjemandem zu hängen. Das ist in meinem Leben immer etwas ganz Wichtiges gewesen", sagt Maffay.

Am Anfang seiner Karriere allerdings war er zeitweise in eine Ecke abgeschoben. Nach seinem Erfolg mit "Du" in den frühen 70er Jahren war er ein Schlagerstar. Dabei wollte er eigentlich als Rockmusiker wahrgenommen werden. Es war ein langer Weg, bis das alte Image bröckelte.

"Es gibt so einige Geografien, in die will ich nicht mehr zurück. Erfolglosigkeit ist eine solche Geografie. Aber (weg von der) Erfolglosigkeit bedeutet nicht unbedingt, viel Erfolg haben, sondern einfach nur Balance, Zufriedenheit. Wenn ich dieses Gleichgewicht auf Dauer verlieren würde, das wäre scheiße." dpa

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