Dutzende Tote bei Unwetter über Europa

Offenbach. Das gewaltige Sturmtief "Xynthia" hat über Westeuropa gewütet und mindestens 53 Menschen in den Tod gerissen. Die meisten Opfer gab es in Frankreich, wo 45 Menschen umkamen. Der Großteil ertrank bei Überschwemmungen an der Atlantikküste. Eine Million Franzosen hatten zudem keinen Strom

Offenbach. Das gewaltige Sturmtief "Xynthia" hat über Westeuropa gewütet und mindestens 53 Menschen in den Tod gerissen. Die meisten Opfer gab es in Frankreich, wo 45 Menschen umkamen. Der Großteil ertrank bei Überschwemmungen an der Atlantikküste. Eine Million Franzosen hatten zudem keinen Strom. In Deutschland wurden bis gestern Abend vier Menschen von umstürzenden Bäumen erschlagen. Es gab zahlreiche Verletzte. Im Schwarzwald kam ein 74-jähriger Mann ums Leben, bei Wiesbaden ein 69 Jahre alter Wanderer. Nahe Köln starb eine Joggerin, zudem wurde eine 70-jährige Autofahrerin aus dem Münsterland getötet, als ein Baum auf ihren Wagen fiel. Am heftigsten wütete "Xynthia" im Südwesten, in Hessen und in Nordrhein-Westfalen. Auf den Bahnstrecken herrschte vielerorts Ausnahmezustand. Im Fernverkehr kam es zu massiven Verspätungen. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland stand der Verkehr auf den Schienen zeitweise still. Die Polizei rückte zu tausenden Einsätzen aus. In Frankfurt wurde die Autobahn A 3 gesperrt, eine der wichtigsten Verbindungen durch Deutschland. In der Stadt waren der Hauptbahnhof und der Bahnhof am Flughafen vorübergehend geschlossen. 200 Flüge fielen aus. "Xynthia" sei ein Sturmtief, "wie man es nicht jedes Jahr hat", sagte Meteorologe Peter Hartmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia gestern bis 17 Uhr mit 165 Kilometern pro Stunde bei Weinbiet in Rheinland-Pfalz gemessen. In Spanien, wo die Wetterexperten von einer "meteorologischen Bombe" gesprochen hatten, erreichte "Xynthia" die Rekordgeschwindigkeit von 228 Stundenkilometern. Dieser am Samstag gegen 21 Uhr in der baskischen Kleinstadt Orduña gemessene Wert liegt noch über den 213 Stundenkilometern, die Jahrhundert-Orkan "Lothar" 1999 erreichte, den bis dahin höchsten Wert seit Beginn der wissenschaftlichen Wetterbeobachtung Ende des 19. Jahrhunderts.dpa

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