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Doppeldecker rast in Zuschauer

Doppeldecker rast in Zuschauer

Lillinghof. Ein Unfall mit einem Doppeldecker während einer Flugschau in Bayern hat gestern mindestens ein Menschenleben gefordert. Rund 20 Menschen wurden nach ersten Angaben bei dem Unglück in der Nähe von Schnaittach-Lillinghof verletzt, wie die Polizei gestern mitteilte

Lillinghof. Ein Unfall mit einem Doppeldecker während einer Flugschau in Bayern hat gestern mindestens ein Menschenleben gefordert. Rund 20 Menschen wurden nach ersten Angaben bei dem Unglück in der Nähe von Schnaittach-Lillinghof verletzt, wie die Polizei gestern mitteilte.Nach Angaben der Polizei-Einsatzzentrale war der Doppeldecker beim Starten nach rechts ausgebrochen und in die Zuschauermenge gerast. "Es sieht so aus, dass die Maschine noch gar nicht richtig abgehoben hatte", berichtete ein Beamter in der Einsatzzentrale. Die Polizei korrigierte damit ihre ursprünglichen Angaben, wonach der Doppeldecker nach dem Starten in die Menge gestürzt war. "Der Pilot hatte anscheinend die Kontrolle über sein Flugzeug verloren", sagte ein Beamter.Der Doppeldecker war bei dem vom Segelclub Lauf veranstalteten Flugtag eine der Hauptattraktionen. Zum Programm hatten auch Segelkunstflug, Fallschirmformations-Sprünge sowie Rundflüge mit Hubschraubern gehört. Die Veranstalter selbst lehnten Angaben zu dem Unglück zunächst ab und verwiesen auf die Polizei.Bei Flugschauen sind in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Menschen ums Leben gekommen. Das schwerste Unglück erreignete sich am 28. August 1988 auf der amerikanischen Air Base Ramstein in der Westpfalz: Auf der Air Base nahe Kaiserslautern starben 70 Menschen, als drei Jets der italienischen Kunstflugstaffel "Frecce Tricolori" bei der Durchführung der Flugfigur "Durchstoßenes Herz" zusammenprallten und in die Zuschauermenge stürzten. 352 Menschen wurden dabei zum Teil schwer verletzt. dpa/ddp