Bombe in Lyon explodiert: Erste Meldungen sprechen von mehreren Opfern

Paketbombe in Lyon explodiert : Mindestens 13 Opfer – Antiterror-Experten ermitteln

Polizei sucht nach einem Mann, der mit einem Fahrrad geflohen ist. Ermittler sprechen von einem Anschlag.

In der südostfranzösischen Stadt Lyon soll eine Bombe explodiert sein. Mehrere Menschen seien dabei verletzt worden. Mittlerweile ist von 13 Verletzten die Rede. Tote soll es nicht gegeben haben. Sicherheitskräfte raten, das Gebiet weiträumig zu meiden. Der stellvertretende Bürgermeister Jean-Yves Sécheresse, sagte dem französischen Rundfunk, dass es sich nur um leichte Blessuren handle. Die Patienten seien im Krankenhaus.

Nach der Detonation informiert der Präfekt der Region Auvergne-Rhône-Alpes über Twitter. (Screenshot). Foto: Matthias Zimmermann

Detonation in der drittgrößten Stadt Frankreichs

Die Explosion soll sich im historischen Zentrum der drittgrößten Stadt Frankreichs mit mehr als 500 000 Einwohnern ereignet haben. Ob es sich dabei um eine Paketbombe handelt, die in der Fußgängerzone laut Agenturmeldung hochgegangen sein soll, war zuerst unklar. Zeitweise war auch von einer mit Metallteilen gefüllten Tasche die Rede. Die Ermittlungen laufen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht von einer Attacke.

Hinweise auf Paketbombe verdichten sich

Nach Informationen des Radiosenders France Info ereignete sich die Detonation der Paketbombe gegen 17.40 Uhr. Mittlerweile Berichten mehrere Medien über Schrauben und Nägel, die sich in dem Sprengkörper befunden haben sollen. Dabei berufen sie sich auf Behördenangaben.

Suche nach Mann auf einem Fahrrad

Unterdessen fahnden die Ermittler in der gesamten Stadt nach einem Mann, der mit einem Fahrrad geflüchtet sein soll. Er hatte nach ersten Zeugenangaben eine Tasche nahe einer Bäckerei in der Rue Victor Hugo abgestellt. Überwachungskameras filmten ihn dabei. Antiterroreinheiten der Staatsanwaltschaft ermitteln jetzt. Die City ist weiträumig abgesperrt. Anwohner konnten in ihren Wohnungen bleiben. Auch ein Hotel gegenüber der Unglücksstelle musste nicht evakuiert werden.

Landesweit erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Augenzeugen berichteten von einem immensen Knall. Danach seien Menschen durch hellen Rauch gelaufen. Innenminister Christophe Castaner kündigte an, dass die Sicherheitsanforderungen für öffentliche Sport- und Kultur-Veranstaltungen erhöht würden.

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