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Betroffene erwarten keine Verurteilung

Betroffene erwarten keine Verurteilung

Mit einer öffentlichen Gedenkfeier erinnert Duisburg heute an die Opfer der Loveparade-Katastrophe vor fünf Jahren. Zu der Veranstaltung erwartet die Stadt rund 500 Menschen am Unglücksort. Am 24. Juli 2010 waren bei einer Massenpanik auf der Technoparty 21 Menschen gestorben und mehr als 500 verletzt worden.

Im ausstehenden Strafprozess gegen Stadt und Organisatoren glauben Überlebende nicht an einen Erfolg. Der Co-Vorsitzende des Betroffenenvereins "LoPa 2010", Jörn Teich, erklärte gestern, er rechne nicht damit, dass es Verurteilungen im Strafverfahren zum Unglück geben werde. "Auf der Anklagebank sitzt die dritte Reihe, die Verantwortlichen hat man laufen lassen", sagte Teich im WDR-Radio. "Das ist sehr frustrierend, weil die Schuldfrage eine sehr wichtige ist, um abschließen zu können."